Bache nennt drei Ursachen für die anhaltend hohe Inflation
BIS Rede

Bache nennt drei Ursachen für die anhaltend hohe Inflation

Ida Wolden Bache, Gouverneurin der norwegischen Zentralbank Norges Bank, erläuterte am 8. Oktober 2026 in Oslo, warum die Inflation über 2 Prozent bleibt. Sie verwies auf Exportpreise, Dienstleistungspreise und Inflationserwartungen.

Exportpreise wirken über die Löhne

Norges Bank soll die am Verbraucherpreisindex gemessene Inflation nahe 2 Prozent stabilisieren.

Ida Wolden Bache erklärte, dass der Ausschuss für Geldpolitik und Finanzstabilität zwischen Inflationsabbau und Beschäftigungssicherung abgewogen habe.

Eine stärkere geldpolitische Straffung hätte die Inflation nach ihrer Darstellung schneller gesenkt.

Zugleich wirken die Folgen des globalen Preisschocks nach der Pandemie weiter.

Dieser verteuerte Norwegens Importe, erhöhte aber auch die Preise seiner Exporte.

Die höheren Exportpreise trugen zu einem stärkeren Lohnwachstum bei, das inzwischen die Inflation aufrechterhält.

Bache bezeichnete dies als einen von drei Faktoren für die verzögerte Rückkehr zum Ziel.

Dienst­leis­tungs­prei­se sinken nur selten

Preissenkungen sind bei Waren üblich, bei Dienstleistungen hingegen selten.

Nach Baches Darstellung kann bereits dieser Unterschied den Inflationsrückgang verlängern.

Hohe Inflation kann zudem die Erwartungen künftiger Preissteigerungen beeinflussen und dadurch die Inflation verfestigen.

Bache sprach an der BI Norwegian Business School in Oslo im Rahmen der jährlichen Herbstvorlesung.

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) veröffentlichte den Redetext am 13. Oktober 2026.

Ziel und Beschäftigung zugleich

Bache führt die verzögerte Zielerreichung nicht allein auf die geldpolitische Abwägung zurück.

Sie nennt zusätzlich Lohnwachstum, seltene Preissenkungen bei Dienstleistungen und Inflationserwartungen.

Der Inflationsabbau steht dabei neben dem Ziel, Beschäftigung zu erhalten.

Quelle: Why is the last mile of disinflation taking so long?

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