Anleihebestand sinkt durch 20 Mrd. Pfund Jahresverkäufe auf null
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Anleihebestand sinkt durch 20 Mrd. Pfund Jahresverkäufe auf null

Die Bank of England baut ihre Bestände an britischen Staatsanleihen im Ankaufprogramm vollständig ab. Geplant sind jährliche Verkäufe von 20 Milliarden Pfund an die Regierung neben auslaufenden Titeln, während reguläre APF-Auktionen vorerst pausieren.

Drei Säulen für 488 Milliarden Pfund

Das Monetary Policy Committee hat einen mehrjährigen Pfad festgelegt, um den Bestand an Staatsanleihen im Ankaufprogramm auf null zu senken.

Von den 488,2 Milliarden Pfund des APF-Portfolios hält die Notenbank 221,7 Milliarden Pfund mit Fälligkeiten vor 2035 bis zum Laufzeitende.

Weitere 120,0 Milliarden Pfund der langlaufenden Gilts verbleiben dauerhaft zur Deckung der Banknotenausgabe in der Bilanz.

Die verbleibenden 146,5 Milliarden Pfund mit Laufzeiten von 2035 bis 2049 sollen direkt an das Finanzministerium und die Schuldenverwaltung DMO veräußert werden.

Dieser Verkauf erfolgt zu Marktpreisen im Umfang von jährlich 20 Milliarden Pfund und soll parallel zu den Fälligkeiten im Jahr 2034 enden.

Auktionspause und Notfallklauseln

Bis zur finalen Überprüfung vor April 2027 pausieren die regulären APF-Marktauktionen.

Das neue Modell erlaubt es dem Finanzministerium, die Rückkäufe in den Finanzierungsrahmen der Schuldenverwaltung DMO einzubinden.

Die Wertpapierleihe bleibt wie bisher bestehen.

Ein Abweichen vom Verkaufstempo von 20 Milliarden Pfund pro Jahr ist nur vorgesehen, falls Leitzinsänderungen zur Inflationssteuerung nicht genügen oder das Financial Policy Committee akute Marktstörungen und Finanzstabilitätsrisiken feststellt.

Verkauf an den Staat statt Marktdruck

Die direkte Rückabwicklung über das Schatzamt verhindert Turbulenzen an den Sekundärmärkten und entlastet private Händler.

Damit verschiebt die Notenbank das Zinsänderungsrisiko der langen Laufzeiten elegant in den Staatshaushalt.

Der Ausstieg aus der quantitativen Lockerung wird so zur reinen fiskalischen Umschichtung ohne Marktdruck.

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