Umzug ins Capitol House sichert langfristige Präsenz in Leeds
Ein langfristiger Mietvertrag im Bürokomplex Capitol House sichert den Standortausbau in West Yorkshire. Die Bank of England verlagert ihre Präsenz in Leeds Ende 2028 von Yorkshire House in das neue Gebäude am Bond Court, wo knapp 300 Beschäftigte Kernfunktionen der Notenbank ausüben.
Vom Yorkshire House zum Bond Court
Mit der Anmietung von Capitol House am Bond Court schafft die Notenbank die räumlichen Voraussetzungen für die dauerhafte Ausübung zentraler Aufgaben außerhalb Londons.
Das Gebäude der Evans Property Group soll Ende 2028 bezugsfertig sein und den bisherigen Sitz im Yorkshire House vollständig ablösen.
Die Bauarbeiten starten bereits im Oktober.
Gouverneur Andrew Bailey hob hervor, die Verlegung stärke die Bindung an die Menschen und Unternehmen im gesamten Land: „Wir haben aus erster Hand den Wert der außergewöhnlichen Talente, der Expertise und der neuen Perspektiven erfahren, die Leeds und die Region bieten.“
Derzeit arbeiten knapp 300 Beschäftigte für die Notenbank vor Ort.
Doppelstrategie mit Threadneedle Street
Der Umzug ist Kern einer umfassenden Standortstrategie: Während Leeds als zweiter Hauptstandort gestärkt wird, konsolidiert die Notenbank parallel ihren Londoner Hauptsitz in der Threadneedle Street bis Ende 2028.
Kommunalpolitiker wie West Yorkshires Bürgermeisterin Tracy Brabin und Ratschef James Lewis werten den Schritt als Vertrauensbeweis für das dortige Finanzviertel, die sogenannte Northern Square Mile.
Das Netzwerk regionaler Vertretungen soll so enger mit der Zentrale verzahnt werden.
Erdung jenseits der City
Der Ausbau in Leeds bricht bewusst mit dem traditionellen London-Fokus der Notenbank.
Fast 300 Fachkräfte vor Ort verschaffen den Zentralbankern eine willkommene Erdung jenseits der City.
Ob dieser Schritt tatsächlich regionale Verzerrungen in der Geldpolitik mindert, bleibt jedoch abzuwarten.