Bank Rate steigt auf 4 Prozent – Mann votiert für 4,25
Mit 8:1 Stimmen hebt das Monetary Policy Committee der Bank of England (BoE) die Bank Rate um 25 Basispunkte auf 4 Prozent an. Die BoE projiziert einen Anstieg der VPI-Inflation von 3,5 Prozent im September auf rund 5 Prozent bis Mitte 2027.
Acht gegen eine Stimme für mehr
Acht Mitglieder – Bailey, Breeden, Dhingra, Greene, Lombardelli, Pill, Ramsden und Taylor – stimmten für eine Erhöhung um 25 Basispunkte auf 4 Prozent.
Catherine L Mann votierte für 50 Basispunkte auf 4,25 Prozent.
Für die Mehrheit rechtfertigen Dauer und Ausmaß des Energiepreisanstiegs die Erhöhung, weil genügend Inflationsdruck in der Pipeline liegt.
Die VPI-Inflation stieg im September auf 3,5 Prozent; direkte Energieeffekte trugen rund 1 Prozentpunkt bei.
Die Stabsprojektion sieht rund 4½ Prozent im ersten Quartal 2027 und rund 5 Prozent im zweiten Quartal.
Belege für Zweitrundeneffekte bei Löhnen und Preisen sind bislang begrenzt.
Energiepreise treiben die Prognose
Der Konflikt im Nahen Osten dauert nun den neunten Monat.
Brent-Rohöl-Futures lagen im Schnitt bei 108 Dollar je Barrel, britisches Erdgas bei 216 Pence je Therm – 38 und 81 Prozent über dem Stand des Juli-Berichts.
Die Haushaltsmaßnahmen vom 28. Oktober senken die VPI-Inflation bis zum zweiten Quartal 2027 um ¼ Prozentpunkt.
Zweijährige Hypothekenzinsen stiegen seit Anfang September um knapp 50 Basispunkte.
Der Bestand an Staatsanleihen für geldpolitische Zwecke betrug am 4. November 362 Mrd. Pfund.
Ein Komitee, drei Botschaften
Taylor nennt die Erhöhung eine vorerst einmalige Versicherung, Pill hält einen Schritt für unzureichend, Mann will gleich 50 Basispunkte.
Die offizielle Linie – kein vorgegebener Pfad – lässt damit viel Raum für Interpretation.
Für Anleger zählen nun Lohn- und Preisdaten, nicht die Rhetorik.