Kapitalpuffer bleibt bei 2,0 Prozent trotz hoher KI-Kreditrisiken
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Kapitalpuffer bleibt bei 2,0 Prozent trotz hoher KI-Kreditrisiken

Unverändert bei 2,0 Prozent: Das Financial Policy Committee der Bank of England belässt den antizyklischen Kapitalpuffer für Banken auf dem neutralen Niveau. Ausschlaggebend sind wachsende Risiken an den Anleihemärkten sowie die steigende Schuldenaufnahme im KI-Sektor.

Schuldenwelle für Rechenzentren und geopolitische Risiken

Die weltweite Emission von KI-bezogenen Schuldtiteln erreichte bis Anfang September rund 450 Mrd. Dollar – mehr als das Doppelte des Gesamtjahres 2025.

In Großbritannien entfielen 47 Prozent aller Unternehmensanleihen in Pfund auf Hyperscaler aus dem Technologiesektor.

Gleichzeitig treibt die Eskalation im Nahen Osten die Energiepreise: Rohöl der Sorte Brent stieg über 100 Dollar pro Barrel, während Gas über 175 Pence pro Therm notiert.

Diese Entwicklung hält die Renditen von Staatsanleihen in den USA und Großbritannien auf Niveaus, die seit 2008 nicht mehr erreicht wurden.

Trotz dieser Belastungen stufte das FPC das britische Bankensystem als widerstandsfähig ein, mit einer Eigenkapitalrendite von 17,1 Prozent im zweiten Quartal 2026.

Hebelrisiken im Schat­ten­ban­ken­sek­tor und Gilt-Markt

Das FPC plant für Anfang 2027 eine Konsultation zu Reformen der Verschuldungsquote.

Diese könnten die Hebelkapazität britischer Banken um etwa 5 Prozent erhöhen.

Die Nettokreditvergabe von Händlern an Nichtbanken im Gilt-Repo-Markt stieg seit 2023 von rund 100 Mrd. auf 200 Mrd. Pfund, während sich das globale Prime-Brokerage-Volumen verdoppelte.

Zudem warnte der Ausschuss vor Intransparenz im 16 Bio. Dollar schweren Markt für private Kredite und vor operativen Risiken durch autonome KI-Modelle.

Das unterschätzte Klumpenrisiko

Die FPC-Analyse offenbart ein reales Klumpenrisiko: Der KI-Boom wird zusehends fremdfinanziert.

Während Großbanken solide dastehen, wandern Hebelrisiken unkontrolliert in Schattenbanken und Gilt-Repos ab.

Enttäuschte Technologiehoffnungen könnten dadurch rasch zu Schockwellen an den Anleihemärkten führen.

Quelle: Financial Policy Committee Record – September 2026

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