Globale Schocks erklären rund die Hälfte britischer Schwankungen
BOE Studie

Globale Schocks erklären rund die Hälfte britischer Schwankungen

Globale Schocks erklären im ersten Jahr rund die Hälfte der Schwankungen von BIP und Verbraucherpreisen im Vereinigten Königreich. Das zeigt ein am 23. Oktober 2026 veröffentlichtes Forschungspapier der Bank of England (BoE).

Energie und Finanzmärkte dominieren

Weltweite Energie- und Finanzschocks sind laut der Untersuchung die wichtigsten globalen Treiber der britischen Inflation und Wirtschaftsaktivität.

Globale Finanzschocks erklären zudem den größten Teil der Schwankungen des britischen Leitzinses.

Nikoleta Anesti, Ambrogio Cesa-Bianchi, Vania Esady, Ida Hjortsø und Simon Hong entwickeln dafür ein bayesianisches strukturelles Vektorautoregressionsmodell zur Übertragung globaler Impulse auf das Vereinigte Königreich.

Es identifiziert fünf globale Schocks anhand von Vorzeichen-, Rangfolge- und Schrankenrestriktionen.

Zusammengenommen erklären diese Schocks im ersten Jahr rund die Hälfte der Variation des britischen BIP und des Verbraucherpreisindex.

Finanzielle Offenheit verstärkt Reaktionen

Die Autoren erweitern die Untersuchung auf eine Gruppe fortgeschrittener Volkswirtschaften und Schwellenländer.

Bei einem gemeinsamen globalen Finanzschock fallen die Reaktionen in finanziell offeneren Volkswirtschaften stärker aus, insbesondere bei Wechselkursen und Aktienkursen.

Das technische Forschungspapier Nr. 9 gehört zur BoE-Reihe über Modelle und Konzepte für die geldpolitische Vorbereitung.

Mitarbeiter verfassen die Beiträge, um Rückmeldungen und die Weiterentwicklung der Modelle zu fördern.

Globale Impulse, unterschiedliche Wirkung

Die Ergebnisse verknüpfen britische Konjunktur- und Preisschwankungen eng mit globalen Einflüssen.

Der Ländervergleich zeigt zugleich, dass derselbe Finanzschock nicht überall gleich wirkt.

Finanzielle Offenheit geht dabei mit stärkeren Marktreaktionen einher.

Quelle: Global-to-UK SVAR

IN:

Fehler melden