Befragte sehen britischen Leitzins im Februar 2027 bei 4,25 Prozent
80 Marktteilnehmer rechnen in der Umfrage der Bank of England (BoE) vom 21. bis 23. Oktober 2026 im Median mit 4,25 Prozent Leitzins ab Februar 2027. Für Ende 2026 liegt ihre Inflationsprognose bei 3,8 Prozent.
Zinspfad steigt zunächst an
Die Medianprognose für den britischen Leitzins beträgt für November und Dezember 2026 jeweils 4,00 Prozent.
Von Februar bis November 2027 liegt sie bei 4,25 Prozent, Ende 2027 bei 4,00 Prozent.
Für die ersten beiden Quartalsenden 2028 nennen die Befragten 3,75 Prozent, für November 2028 und 2029 jeweils 3,50 Prozent, für November 2031 schließlich 3,25 Prozent.
Den neutralen Zins verorten sie bei 3,50 Prozent; 42 sehen Aufwärtsrisiken, 32 ausgeglichene Risiken und vier Abwärtsrisiken.
Die jährliche Inflation erreicht laut Median Ende März 2027 4,0 Prozent, nach 3,8 Prozent Ende 2026.
Nach einem Jahr liegt sie bei 3,0 Prozent, nach zwei Jahren bei 2,3 Prozent, nach drei Jahren bei 2,1 Prozent und nach fünf Jahren bei 2,0 Prozent.
Energie prägt die Erwartungen
Energiepreise erhalten bei der Bildung kurzfristiger Zinserwartungen mit 30,3 Prozent das höchste Gewicht.
52 Befragte unterstellen moderate zusätzliche Zweitrundeneffekte des Energieschocks, 17 keine neuen und neun stärkere, anhaltendere Effekte.
Das BIP wächst laut Median 2026 um 1,4 Prozent, 2027 um 1,3 und 2028 um 1,5 Prozent.
Die erwartete zehnjährige Staatsanleiherendite beträgt Ende 2026 5,25 Prozent, Mitte 2027 5,00 und Ende 2027 4,93 Prozent.
Die erwartete Emission britischer Staatsanleihen liegt 2026/27 bei 250 und 2027/28 bei 290 Mrd. Pfund.
Marktbild, kein geldpolitischer Beschluss
Die Ergebnisse erfassen Erwartungen der Befragten, keine Zusagen der BoE.
Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses sind an der Gestaltung der Umfrage nicht beteiligt.
Die Inflations- und Wachstumsprognosen beruhen auf den jeweils eigenen Zinsannahmen der Teilnehmer.