Direktorium billigt neues Modell für unabhängige Prüfungen
Das Direktorium der Bank von England (BoE) billigt ein neues Modell für unabhängig geleitete Evaluierungen und mehrere Ausschussbesetzungen. Zudem berichtet die Bank über neue Präsenzregeln und den Ausbau ihres Standorts Leeds.
Prüfungen erhalten einen festen Rahmen
Das Direktorium billigte am 17. September 2026 das von Sebastian Walsh vorgestellte Evaluierungsmodell.
Je nach Thema sollen externe Wissenschaftler, Praktiker oder nicht geschäftsführende Direktoren Prüfungen leiten.
Die Planung soll Überschneidungen mit der anstehenden Prüfung des Nationalen Rechnungshofs und der laufenden Finanzsektorprüfung des Internationalen Währungsfonds vermeiden.
Der Abschlussbericht des unabhängigen Evaluierungsbüros zu Finanzmarktinfrastrukturen soll später erscheinen.
David Craig kommt in den Prüfungs- und Risikoausschuss, Paul Nowak in den Vergütungsausschuss.
Hanneke Smits tritt dem Prüfungs- und Risikoausschuss am 1. Januar 2027 bei.
Das Protokoll vom 16. Juli 2026 wurde genehmigt; Interessenkonflikte wurden nicht gemeldet.
Mehr Präsenz, neue Datenplattform
Laut Betriebschefin Sarah John gilt ab 1. Oktober 2026 eine Büropräsenz von 50 Prozent.
Das gestartete Datenanalysesystem VISTA befindet sich in Tests und Konfiguration; es soll die bisherige Plattform FAME für monetäre Analysen ablösen.
Ältere IT-Systeme verursachen steigende Betreuungskosten.
In Leeds verfolgt die BoE das Ziel von 500 Beschäftigten bis Ende 2027.
Der Wirtschaftlichkeitsnachweis bleibt einschließlich Reserven positiv.
Die Reserven wurden unabhängig geprüft; zusätzliche Arbeiten, etwa am Museum, werden separat betrachtet.
Flexibilität verlangt klare Zuständigkeiten
Die Gewerkschaft Unite berichtete über unklare Stellenprofile nach dem einvernehmlichen Ausscheidensprogramm.
Die Bankleitung verteidigte flexiblere Strukturen, erkannte aber die damit verbundene Unsicherheit an.
Vorsitzender David Roberts sieht weiteren Kommunikationsbedarf zur künftigen Gestalt der Bank.