Preise für synthetische Dollar-Kredite variieren nach Händler
BOE Studie

Preise für synthetische Dollar-Kredite variieren nach Händler

Die Bank of England analysiert in einer Untersuchung die Preisbildung bei Devisentermingeschäften zur synthetischen Dollar-Refinanzierung. Zwischen einzelnen Händlern weichen die Preise für vergleichbare Kontrakte um rund 7 Basispunkte pro Jahr ab – bedingt durch Marktmacht statt Refinanzierungskosten.

Sieben Basispunkte Spanne bei gleichen Kontrakten

Die Ökonomen Marco Grotteria und Alex Kontoghiorghes untersuchen über 27,2 Millionen Devisentermingeschäfte von Januar 2021 bis Oktober 2025 in sechs Währungspaaren gegen den US-Dollar.

Die Daten umfassen Transaktionen von 14 G15-Händlergruppen.

Für zeitgleich ausgeführte Kontrakte mit identischer Laufzeit beträgt die Standardabweichung der Händlerpreise rund 4 Basispunkte pro Jahr.

Die Differenz zwischen dem 10. und 90. Perzentil erreicht 7 Basispunkte.

Händler verlangen im Schnitt 2,52 Basispunkte mehr, wenn Kunden Dollar über Termingeschäfte kaufen, als wenn sie Dollar liefern.

Diese Spanne weitet sich bei Laufzeiten unter einem Monat auf 11,82 Basispunkte aus, während sie bei Laufzeiten über drei Monaten bei 2,07 Basispunkten liegt.

Händlermargen dominieren fundamentale Basiskosten

Unter Kontrolle fester Kunden-Händler-Beziehungen sinkt die Spanne der Dollar-Refinanzierungsbedingungen zwischen Händlern von 1,78 auf unter 0,30 Basispunkte.

Die Preisdispersion beruht folglich auf Händlermacht und Kundenbindung, nicht auf ungleichen Refinanzierungskosten.

Zudem beeinflussen Bilanzpositionen die geldpolitische Transmission: Pro 1 Milliarde US-Dollar anstehender Mittelzuflüsse über sieben Tage fällt die Reaktion des Terminkurses auf geldpolitische Impulse der Fed um 0,08 bis 0,10 Basispunkte geringer aus.

Marktmacht schlägt Gesetz des einen Preises

Die aggregierte Cross-Currency-Basis verschleiert die wahren Kosten der Dollar-Beschaffung für Endkunden.

Weil Händlermacht und Kundenbindung die Preise dominieren, zahlen viele Marktteilnehmer unnötig hohe Aufschläge.

Für die Aufsicht belegt das Papier, dass bestehende OTC-Strukturen den Wettbewerb spürbar behindern.

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