Ramsden skizziert vollständigen QT-Ausstieg bis Ende 2034
Die Bank of England plant den vollständigen Abbau ihrer geldpolitischen Staatsanleihebestände bis Ende 2034. BoE-Vize-Gouverneur Dave Ramsden präsentierte am 28. September 2026 die Details des neuen mehrjährigen QT-Fahrplans für das verbleibende Portfolio von 368 Milliarden Pfund.
368 Milliarden Pfund im Rückbau
Nach dem Höchststand von 895 Milliarden Pfund ist der Anleihebestand im Ankaufprogramm auf 488 Milliarden Pfund geschrumpft.
Für das verbleibende Portfolio wechselt die Notenbank vom bisherigen Jahresrhythmus zu einer mehrjährigen Strategie.
120 Milliarden Pfund der langlaufenden Papiere verbleiben dauerhaft zur Deckung des Banknotenumlaufs in der Bilanz.
Die restlichen 368 Milliarden Pfund werden bis Ende 2034 vollständig abgebaut: 222 Milliarden Pfund laufen bis 2035 regulär aus, während 146 Milliarden Pfund mit einem festen Volumen von 20 Milliarden Pfund pro Jahr veräußert werden.
Die Notenbank beabsichtigt, diese Verkäufe ab April 2027 direkt an das Debt Management Office und nicht über den Sekundärmarkt abzuwickeln.
Zinssatz als Primärwerkzeug
„Bank Rate bleibt das aktive Instrument des MPC zur Anpassung des geldpolitischen Kurses“, betonte Ramsden.
Der Leitzins wurde zuletzt mit 6 zu 3 Stimmen bei 3,75 Prozent gehalten.
Das feste Verkaufstempo soll für Planbarkeit sorgen und QT in den Hintergrund rücken.
Bislang trieb QT die Renditen zehnjähriger Staatsanleihen laut BoE-Schätzungen um lediglich 20 bis 30 Basispunkte nach oben.
Der Plan wird nur bei extremem Marktstress oder Erreichen der effektiven Zinsuntergrenze ausgesetzt.
Pragmatischer Rückzug in Raten
Der starre Mehrjahresplan beendet die zähe Unsicherheit der jährlichen Quotenbeschlüsse.
Die dauerhafte Umwidmung von 120 Milliarden Pfund für Banknoten ist ein pragmatischer buchhalterischer Schachzug.
Für die Märkte bringt der Automatismus willkommene Planbarkeit, beraubt die Notenbank jedoch flexibler Reaktionsmöglichkeiten.