Britische Kreditgenossenschaften sollen flexiblere Regeln erhalten
Die britische Bankenaufsicht (PRA) und die Finanzmarktaufsicht (FCA) stellen Reformoptionen für Kreditgenossenschaften zur Diskussion. Für den Sektor mit über zwei Millionen Mitgliedern im Vereinigten Königreich prüfen sie Entlastungen und neue Wachstumsmöglichkeiten.
Kapitalregeln nach dem Risikoprofil
PRA und FCA prüfen, ob die Regeln für Kreditgenossenschaften weiterhin verhältnismäßig sind.
Kleinere Institute könnten von bestimmten Vorgaben für interne Revision und Aufsichtsdokumente befreit werden.
Für größere, komplexere Institute steht ein risikobasierter Rahmen mit flexibleren Kapitalanforderungen zur Diskussion.
Regeln für kleinere Einlageninstitute, darunter der Standardansatz für risikogewichtete Aktiva, könnten die bisher gemeldete einfache Verschuldungsquote ersetzen.
Hinzu kommen ein vereinfachter Basler Rahmen, gestraffte Kapitalaufschläge für große Institute mit bestimmten Risikopositionen und ein einfacher Kapitalpuffer für Stressphasen.
Beschlüsse liegen nicht vor; die Aufseher bitten um Rückmeldungen und weitere Vorschläge.
Neue Produkte und Rechtsformen
Das Papier baut auf dem gemeinsamen Bericht zum Gegenseitigkeitssektor von 2025 auf.
Es fragt nach Hürden für neue Produkte und nach Unterstützung durch gemeinsame Dienstleister und Dritte bei Investitionen, Technik und Betrieb.
Weitere Optionen sind Leitlinien zur Auslagerung wichtiger Dienste, geringere FCA-Gebühren und ein Weg zur Umwandlung in Bausparkassen mit passenderen Kreditregeln und breiteren Finanzierungsinstrumenten.
Bei einem solventen Marktaustritt sollen Geschäftsübertragungen und geordnete Restrukturierungen flexibler werden.
Entlastung bleibt zur Diskussion
Die Optionen sind noch keine beschlossenen Erleichterungen.
PRA-Direktor Shoib Khan wirbt für verhältnismäßigere, wachstumsfreundliche Regeln und offene Rückmeldungen.
FCA-Exekutivdirektorin Sheree Howard betont zugleich Innovation und Wachstum sowie gute Ergebnisse für die Mitglieder.
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