Weniger Eignungsprüfungen sollen 2 Mrd. Pfund einsparen
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Weniger Eignungsprüfungen sollen 2 Mrd. Pfund einsparen

Die britischen Aufsichtsbehörden Prudential Regulation Authority (PRA) und Financial Conduct Authority (FCA) schlagen am 22. Oktober 2026 vereinfachte Eignungsprüfungen vor. Sie beziffern die Einsparungen für Firmen über zehn Jahre auf rund 2 Mrd. Pfund.

Meldepflicht statt vorheriger Genehmigung

PRA und FCA wollen das vor zehn Jahren eingeführte Regime für Führungskräfte und Mitarbeiterzertifizierung vereinfachen.

Chefaktuare sowie Vorsitzende der Risiko- und Prüfungsausschüsse sollen künftig nur gemeldet werden.

Für Vorstandschefs, Finanzvorstände und Verwaltungsratsvorsitzende bleiben Vorabgenehmigung und Eignungsprüfung bestehen; bei hohem Risiko sind weitere Genehmigungspflichten möglich.

Für rund 139.000 Beschäftigte unterhalb der Führungsebene entfallen jährliche Zertifizierung und Registereintrag.

Höhere Meldeschwellen für Verhaltensverstöße und vereinfachte Schulungen sollen schweres Fehlverhalten stärker in den Fokus rücken.

Firmen bleiben für Eignung und Verhalten verantwortlich; die individuelle Rechenschaftspflicht bleibt unverändert.

43 Prozent weniger PRA-Vor­ab­ge­neh­mi­gun­gen

Die PRA rechnet mit 43 Prozent weniger Vorabgenehmigungen und halbiertem Gesamtaufwand.

Bei allein FCA-beaufsichtigten Firmen im erweiterten Regime wechseln rund 15 Prozent der Anträge zur Meldung; zwei Führungsfunktionen entfallen, mit weiteren 19 Prozent Ersparnis.

Die geplante gesetzliche Zweimonatsfrist hielten zuletzt 98 Prozent der PRA- und 98,3 Prozent der FCA-Verfahren ein.

Die zweite Reformphase folgt Änderungen vom April 2026, darunter längere Antragsfristen, weniger Doppelzertifizierungen und um 30 Prozent erhöhte Schwellen für das erweiterte Regime.

Reform braucht gesetzliche Grundlage

Katharine Braddick und Sarah Pritchard betonen unveränderte Verantwortung trotz weniger Bürokratie.

Teile der Reform benötigen Gesetzesänderungen; die Regeln sollen 2027 folgen.

Bei den Mansion-House-Reden mit Nikhil Rathi stellte Braddick auch eine fünfjährige PRA-Strategie für Resilienz, Wachstum, Technologie und Transparenz vor.

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