Britischer Devisenumsatz steigt auf 4,6 Billionen Dollar
BOE Data

Britischer Devisenumsatz steigt auf 4,6 Billionen Dollar

Der tägliche Devisenumsatz im Vereinigten Königreich hat im April 2026 ein Rekordhoch von 4,61 Billionen US-Dollar erreicht. Laut der Umfrage des Foreign Exchange Joint Standing Committee ist das ein Plus von 20 Prozent gegenüber Oktober 2025.

Breites Wachstum bei allen Instrumenten

Der Devisenmarkt im Vereinigten Königreich verzeichnete im April 2026 ein historisches Aktivitätsniveau.

25 Finanzinstitute meldeten einen durchschnittlichen Tagesumsatz von 4.609 Milliarden US-Dollar.

Gegenüber Oktober 2025 entspricht dies einem Zuwachs von 20 Prozent, im Jahresvergleich liegt das Plus bei 14 Prozent.

Das Wachstum erfasste alle Instrumente: Den stärksten absoluten Anstieg verzeichneten Devisenswaps mit einem Plus von 332 Milliarden auf 2.172 Milliarden US-Dollar täglich.

Das Spot-Volumen stieg um 18 Prozent auf 1.253 Milliarden US-Dollar, FX-Optionen legten um 49 Prozent auf 309 Milliarden US-Dollar zu.

Das Währungspaar USD/EUR blieb mit 1.094 Milliarden US-Dollar und 24 Prozent Marktanteil die meistgehandelte Kombination.

Kontinuierlicher Aufstieg seit 2008

Seit April 2008 hat sich der tägliche Devisenumsatz in Großbritannien von damals 1.815 Milliarden auf nun 4.609 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt.

Die Erhebung erfolgt halbjährlich durch das 1973 gegründete Foreign Exchange Joint Standing Committee (FXJSC), in dem Marktteilnehmer, Infrastrukturanbieter und britische Behörden vertreten sind.

Im Unterschied zur dreijährlichen BIZ-Studie, die den Standort des Vertriebsdesk erfasst, basiert die FXJSC-Statistik auf dem Standort des preisstellenden Händlers und bietet somit hochfrequentere Einblicke.

Unangefochten an der Spitze

Die Rekordzahlen verdeutlichen die ungebrochene Dominanz des Finanzplatzes London im globalen Devisenhandel.

Trotz geopolitischer Verwerfungen und regulatorischer Umbrüche zeigt sich der Markt hochgradig liquide.

Für internationale Finanzakteure bleibt Großbritannien damit das unverzichtbare Drehkreuz des Währungsgeschäfts.