Braddick plant Fünfjahresstrategie und weniger Managerprüfungen
Katharine Braddick kündigte am 22. Oktober 2026 für 2027 die erste Fünfjahresstrategie der britischen Banken- und Versicherungsaufsicht (PRA) an. Gemeinsam mit der Finanzaufsicht FCA legte sie weitere Reformvorschläge zur Managerregulierung vor.
Vier Prioritäten bis 2032
Braddick setzt auf Resilienz, Wachstum, Innovation und Transparenz.
Die seit Juli amtierende PRA-Chefin will die operative Widerstandsfähigkeit und Cybersicherheit stärker überwachen.
Eine neue, ihr direkt unterstellte Direktion soll dafür Fachwissen bündeln.
Bis Ende 2026 plant die PRA mit der FCA eine Konsultation zu aufsichtlichen Erwartungen.
Die am Redetag vorgestellte zweite Reformrunde zur Managerregulierung reduziert laut Vorschlag die Zahl vorab genehmigungspflichtiger Leitungsfunktionen und streicht Zertifizierungspflichten.
Das soll die regulatorische Belastung halbieren, bei fortbestehender Verantwortung der Führungskräfte.
Die Strategie soll öffentlich überprüfbare Zusagen enthalten; Braddicks Zielbild reicht bis 2032.
Wachstum und Daten gezielter erfassen
Ein erweiterter Rahmen soll erfassen, wie die Aufsicht Investitionen, Kapitalverfügbarkeit, Preise und Wettbewerbsfähigkeit beeinflusst.
Im Oktober 2026 konsultierte die PRA zur automatischen Anpassung regulatorischer Schwellenwerte an das nominale Wachstum.
Mit der FCA entwickelte sie zudem ein Regime für firmeneigene Versicherer.
Datenanalysen und neue Technik sollen Risiken schneller erkennen lassen.
Die PRA will unnötige Datenerhebungen streichen, Ad-hoc-Abfragen verringern und Regelwerk sowie Aufsichtskommunikation leichter zugänglich machen.
Hypothekenmodelle auf dem Prüfstand
Für Frühjahr 2027 plant die PRA eine Konsultation zum leichteren Zugang zu internen Hypothekenmodellen.
Ein unabhängiges Fachgremium soll die Vorschläge auf Umsetzbarkeit prüfen.
Zusätzlich prüft sie die britische Umsetzung hybrider Modelle unabhängig und untersucht deren Wechselwirkung mit Stresspuffern.