Bailey knüpft Zinssenkungen an Ende des Nahost-Konflikts
BOE Rede

Bailey knüpft Zinssenkungen an Ende des Nahost-Konflikts

Keine Zinswende ohne Entspannung im Nahen Osten: Gouverneur Andrew Bailey hält den Leitzins der Bank of England stabil. Solange hohe Energiepreise die Inflation antreiben, schließt die Notenbank vorzeitige Zinssenkungen aus.

Keine Wende ohne Ende der Energiekrise

Nach dem Zinsentscheid der Bank of England erteilte Gouverneur Andrew Bailey schnellen Zinssenkungen eine deutliche Absage.

Eine Lockerung der Geldpolitik sei erst möglich, wenn der Konflikt im Nahen Osten ende und die Energiepreise auf ihr Vorkrisenniveau zurückkehrten.

Bailey betonte, die geldpolitischen Bedingungen in Großbritannien hätten sich bereits spürbar gestrafft: Seit Beginn der Kampfhandlungen Ende Februar seien die Hypothekenzinsen um fast einen Prozentpunkt gestiegen.

Zudem trat der Notenbankchef Marktspekulationen über bis zu vier Zinserhöhungen im kommenden Jahr entgegen: „Wir haben die Aussicht auf vier Zinsschritte nicht diskutiert.“

Die globale Lage sei derzeit schlicht unberechenbar.

Verkaufspause und Ausstiegspfad bis 2034

Parallel zur Zinspause konkretisierte die Notenbank ihren Kurs bei der quantitativen Straffung.

Ein erheblicher Teil des Staatsanleihebestands soll dauerhaft gehalten und nicht verkauft werden, während die verbleibenden Verkäufe bis zum Jahr 2034 gestreckt werden.

Vorwürfe, damit der britischen Regierung die Kreditaufnahme in turbulenten Marktphasen zu erleichtern, wies Bailey entschieden zurück.

Der Plan sei langfristig gemeinsam mit dem Schatzamt sowie dem Debt Management Office ausgearbeitet worden.

Geopolitik blockiert die Zinswende

Bailey lagert die Zinsentscheidung geschickt an externe geopolitische Faktoren aus.

Der neue QT-Pfad bis 2034 schafft zwar Planungssicherheit, dämpft aber nicht den Druck auf die Hypothekenmärkte.

Für hochverschuldete Haushalte bleibt die Botschaft ernüchternd: Zinsentlastungen sind vorerst blockiert.

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