Transaktionskonten sichern Deviseneinlagen japanischer G-SIBs
Eine Studie der Bank of Japan zeigt anhand granularer Transaktionsdaten von 2019 bis 2025, dass Transaktionskonten die Fremdwährungseinlagen der drei japanischen Megabanken gegen Abflüsse absichern und deren Refinanzierungskosten dämpfen.
Bestandskunden treiben das Einlagenwachstum
Die drei japanischen Großbanken sichern ihre Auslandskredite, die mehr als 30 Prozent ihres gesamten Kreditvolumens ausmachen, verstärkt über Fremdwährungseinlagen ab.
US-Dollar-Guthaben stellen dabei über 60 Prozent der Bestände.
Eine mikroökonometrische Untersuchung von über 2,6 Millionen Datensätzen aus den Jahren 2019 bis 2025 belegt, dass der jüngste Zuwachs vor allem auf bestehende Firmenkunden außerhalb Japans im asiatisch-pazifischen Raum zurückgeht.
Diese reagieren hochsensibel auf Zinskonditionen bei Termingeldern.
Im US-Geschäft verzeichneten die Institute hingegen Nettoabflüsse durch den Wettbewerb mit US-Banken.
Zudem weisen Großanleger eine nachweisbar höhere Abwanderungswahrscheinlichkeit auf.
Transaktionsbanking federt Marktstress ab
Transaktionsdepositen mit Zinssätzen unter 0,05 Prozent erweisen sich als zentraler Stabilitätsanker.
Über ein Cox-Regressionsmodell weisen die Autoren nach, dass eine höhere Quote an solchen operativen Einlagen die Verweildauer von Einlegern verlängert und Abflüsse in Stressphasen an den Finanzmärkten dämpft.
Zudem weiten Transaktionskonten die Einlagenspreads aus, was die Refinanzierungskosten der Institute verringert.
Zusätzliche Entlastung bieten Überschussliquiditäten in Yen, die den Druck mindern, teure Deviseneinlagen einzuwerben.
Kundenbindung schlägt Zinswettlauf
Die Analyse entlarvt teure Zinsanreize als kurzsichtige Notlösung für das Refinanzierungsdefizit der Megabanken.
Nur wer Firmenkunden über den Zahlungsverkehr bindet, sichert krisenfeste Devisenliquidität.
Für die Aufsicht markieren die Mikrodaten einen überfälligen Fortschritt bei der Liquiditätsprüfung.