Anleihekauf-Rückgang hebt Langfristzinsen um 25 Basispunkte
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Anleihekauf-Rückgang hebt Langfristzinsen um 25 Basispunkte

Der schrittweise Rückzug der Bank of Japan aus dem Staatsanleihemarkt hat die zehnjährigen Renditen bisher um etwa 25 Basispunkte steigen lassen. Gleichzeitig hat sich die Marktfunktion deutlich verbessert, wie eine neue Analyse der Notenbank zeigt.

Begrenzter Effekt auf den Zinsanstieg

Die Reduzierung der Monatskäufe japanischer Staatsanleihen (JGB) von ursprünglich fast 6 Billionen Yen auf geplante 2 Billionen Yen ab April 2027 zeigt Wirkung, ohne den Markt zu überfordern.

Nach Schätzungen der Notenbank geht der Anstieg der zehnjährigen Renditen nur zu etwa 25 Basispunkten auf die verringerten Käufe zurück.

Davon entfallen rund 10 Basispunkte auf das Nachlassen des Bestandseffekts (Stock Effect) und die restlichen 15 Basispunkte auf den Zuflusseffekt (Flow Effect).

Haupttreiber des Zinsanstiegs in den Bereich von über 2,5 Prozent bleiben hingegen fundamentale Faktoren wie die steigende Kerninflation und höhere Zinserwartungen.

Bis März 2030 dürfte der JGB-Bestand der Notenbank um 36 bis 39 Prozent gegenüber Juni 2024 sinken.

Private Investoren füllen die Lücke

Während die Bank of Japan ihren JGB-Bestand zwischen Juni 2024 und März 2026 um 49 Billionen Yen verringerte, stiegen die Anleihebestände der übrigen Marktteilnehmer um 95 Billionen Yen.

Ausländische Investoren bauten ihre Bestände um 27 Billionen Yen aus und stellen mittlerweile über 70 Prozent des Handelsvolumens bei JGB-Futures.

Heimische Banken stockten ihre Portfolios um 36 Billionen Yen auf, Pensionskassen um 20 Billionen Yen.

Höhere Renditen stellten zudem die Preisfindungsfunktion wieder her: Anleihekurse reagieren wieder deutlich auf neue Konjunkturdaten.

Geplante Normalisierung ohne Hektik

Die Notenbank belegt überzeugend, dass der Bilanzenabbau den Finanzmarkt keineswegs überfordert.

Die schrittweise Rückführung der Käufe stellt die Marktmechanismen wieder her, ohne eine Zinsspirale auszulösen.

Für globale Anleger signalisiert Tokio damit eine verlässliche Normalisierung der geldpolitischen Zügel.