Marktteilnehmer sehen zehnjährige JGB-Rendite bei 3,00 Prozent
In der August-Umfrage der Bank of Japan zur Funktionsfähigkeit des Anleihemarkts stieg der Diffusionsindex auf minus 12 Punkte. Zugleich erwarten 77 befragte Finanzinstitute bis Ende 2027 einen Anstieg der zehnjährigen Rendite auf durchschnittlich 2,98 Prozent.
Leichte Erholung im negativen Terrain
Die Funktionsfähigkeit des japanischen Staatsanleihemarkts bleibt gedämpft, verzeichnete im August 2026 jedoch eine leichte Verbesserung.
Der entsprechende Diffusionsindex (DI) stieg von minus 16 Punkten im Mai auf nun minus 12 Punkte.
Lediglich 6 Prozent der 77 befragten Institute bewerten die Marktfunktion als hoch, während 75 Prozent sie als weniger hoch und 18 Prozent als niedrig einstufen.
Bei den zugrunde liegenden Liquiditätsfaktoren meldeten die Teilnehmer weiterhin Defizite: Der DI für die Geld-Brief-Spannen fiel auf minus 25 Punkte, jener für das Ordervolumen im Orderbuch verschlechterte sich auf minus 33 Punkte.
Zudem gaben 14 Prozent an, Geschäfte nicht zu den erwarteten Preisen ausführen zu können, während 30 Prozent dies bejahten.
Zinserwartungen klettern über alle Laufzeiten
Parallel dazu signalisiert die Umfrage steigende Renditeerwartungen über die gesamte Zinskurve.
Für neu emittierte zweijährige JGBs prognostizieren die Händler im Schnitt einen Zinsanstieg von 1,58 Prozent per Ende September 2026 auf 1,96 Prozent bis März 2029.
Fünfjährige Papiere sollen von 2,08 auf 2,36 Prozent klettern.
Die Benchmark-Rendite für zehnjährige Anleihen wird für Ende 2026 bei durchschnittlich 2,90 Prozent verortet und erreicht im März 2028 ein Plateau bei 3,01 Prozent.
Bei den 30-jährigen Papieren liegt die Prognose bei 4,01 Prozent.
Normale Zinsen, chronisch dünner Markt
Die leichte Stimmungsaufhellung täuscht nicht darüber hinweg, dass Japans Anleihemarkt unter chronisch dünner Liquidität leidet.
Trotz schrittweiser Normalisierung der Renditen bleiben Orderbuchtiefe und Spannen strukturell angespannt.
Für Marktteilnehmer bedeutet dies anhaltende Reibungsverluste bei größeren Umschichtungen.
Quelle: Bond Market Survey (August 2026)
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