Weitere Zinserhöhungen sollen Inflation bei 2 Prozent halten
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Weitere Zinserhöhungen sollen Inflation bei 2 Prozent halten

Japans Zentralbank will den Leitzins weiter erhöhen und die geldpolitische Lockerung zurücknehmen. Sie sieht die zugrunde liegende Inflation etwa am Zwei-Prozent-Ziel, warnt aber vor Aufwärtsrisiken durch Ölpreise, KI-Nachfrage und Yen-Abwertung.

Zinspfad bleibt nach oben gerichtet

Die Bank von Japan (BoJ) will Zeitpunkt und Tempo weiterer Zinserhöhungen an Konjunktur, Preisen und Finanzierungsbedingungen ausrichten.

Trotz gestiegener Realzinsen bleiben die Finanzierungsbedingungen laut BoJ günstig.

Die Inflation ohne frische Lebensmittel soll zunächst deutlich über 2 Prozent steigen und später wieder auf etwa 2 Prozent sinken.

Die Prognosemediane für die Fiskaljahre 2026, 2027 und 2028 betragen beim BIP-Wachstum 0,7, 0,7 und 0,8 Prozent, bei dieser Inflationsrate 2,5, 2,6 und 2,0 Prozent.

Ohne frische Lebensmittel und Energie liegen die Inflationsmediane bei 2,4, 2,7 und 2,3 Prozent.

Die Wachstumsprognosen bleiben weitgehend unverändert; die Inflationsprognose ohne frische Lebensmittel für 2027 steigt etwas.

Öl belastet, KI stützt

Hohe Energie- und Rohstoffpreise belasten 2026 Gewinne und Realeinkommen; Staatsmaßnahmen, Löhne und KI-Nachfrage stützen die Wirtschaft.

Ab 2027 rechnet die BoJ mit stärkerem Wachstum.

Ihre Annahme für Dubai-Rohöl sinkt im Prognosezeitraum von rund 105 auf 70 Dollar je Barrel.

Eine diskutierte, nicht eingerechnete Verbrauchsteuersenkung auf Lebensmittel und Getränke würde 2027 die Inflation ohne frische Lebensmittel um rund 1,3 Prozentpunkte und ohne frische Lebensmittel und Energie um 1,4 Prozentpunkte senken.

Das Potenzialwachstum schätzt sie auf rund 0,5–1,0 Prozent.

Ziel erreicht, Aufwärtsrisiken bleiben

Die BoJ richtet ihre Geldpolitik nun stärker auf die Vermeidung einer Zielüberschreitung aus.

Sie beurteilt die Wachstumsrisiken als ausgewogen, die Preisrisiken dagegen als aufwärtsgerichtet.

Nahostkonflikt, KI-Nachfrage und Wechselkurse stehen deshalb im Mittelpunkt ihrer Risikoprüfung.

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