ETF-Verkäufe steigen ab Januar 2027 auf 860 Mrd. Yen jährlich
Die Bank von Japan (BoJ) erhöht ihre jährlichen ETF-Verkäufe ab Januar 2027 von rund 330 auf 860 Mrd. Yen zum Buchwert. Damit verkürzt sich die rechnerische Dauer des Bestandsabbaus von etwa 112 auf 43 Jahre.
Höheres Tempo bei steigendem Aktienhandel
Ab Januar 2027 verkauft die BoJ börsengehandelte Fonds (ETFs) im Buchwert von rund 860 Mrd. Yen jährlich statt bisher rund 330 Mrd. Yen.
Der neue Jahresbetrag entspricht einem Marktwert von rund 2.460 Mrd. Yen.
Zur Umrechnung dient das Verhältnis von Marktwert zu Buchwert der seit Januar 2026 verkauften ETFs.
Der Anteil der Verkäufe am Handelswert steigt von etwa 0,05 auf etwa 0,1 Prozent.
Die rechnerische Verkaufsdauer sinkt von rund 112 auf rund 43 Jahre; Grundlage ist der Bestand Ende September 2026, geteilt durch den jährlichen Verkaufsbetrag zum Buchwert.
Laut BoJ verliefen die Verkäufe seit Januar 2026 reibungslos und ohne größere Marktauswirkungen.
Zugleich ist der Handelswert am Aktienmarkt gestiegen.
Marktbedingungen begrenzen den Verkaufsrhythmus
Die BoJ hält an ihren Veräußerungsgrundsätzen für ETFs und japanische Immobilienfonds (J-REITs) fest: angemessene Preise unter Berücksichtigung der Finanzmarktlage, möglichst geringe Verluste und möglichst keine destabilisierenden Markteffekte.
Die ETF-Verkäufe erfolgen ungefähr proportional zum Anteil jedes Fonds am Bestand und zeitlich verteilt.
Innerhalb des jährlichen Verkaufstempos bleiben vorübergehende Anpassungen der Verkaufsbeträge oder eine Aussetzung je nach Finanzmarktlage möglich.
Diese Regelung bleibt unverändert.
Beschleunigter Abbau mit Spielraum
Auch mit höherem Tempo bleibt der ETF-Abbau rechnerisch ein Vorhaben über Jahrzehnte.
Die 43 Jahre ergeben sich aus Bestand und Jahresbetrag, nicht aus einem festen Endtermin.
Die unveränderte Aussetzungsregel lässt der BoJ Spielraum bei veränderter Marktlage.