Inflationsprognose für 2027 steigt auf 2,6 Prozent
Japans Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel steigen laut Bank von Japan (BoJ) im Fiskaljahr 2027 um 2,6 Prozent, 0,2 Prozentpunkte mehr als zuvor prognostiziert. Die zugrunde liegende Inflation liegt nach ihrer Einschätzung etwa beim Zwei-Prozent-Ziel.
Preisdruck hält länger an
Der Ausblick vom Oktober 2026 beziffert das reale BIP-Wachstum für die Fiskaljahre 2026, 2027 und 2028 auf 0,7, 0,7 und 0,8 Prozent.
Gegenüber Juli sind das Revisionen um +0,1, −0,1 und 0,0 Prozentpunkte.
Die Inflation ohne frische Lebensmittel beträgt in diesen Jahren 2,5, 2,6 und 2,0 Prozent; die Revisionen liegen bei 0,0, +0,2 und 0,0 Prozentpunkten.
Ohne frische Lebensmittel und Energie lauten die Prognosen 2,4, 2,7 und 2,3 Prozent, revidiert um −0,1, +0,1 und +0,1 Prozentpunkte.
Alle Werte sind Mediane der Prognosen der geldpolitischen Ratsmitglieder.
Die vorgeschlagene Senkung der Verbrauchsteuer auf Lebensmittel und Getränke bleibt unberücksichtigt.
Zunächst sieht die BoJ die Inflation klar über 2 Prozent, später wieder bei rund 2 Prozent.
Energiekosten bremsen, Löhne stützen
2026 wächst die Wirtschaft laut BoJ moderat, aber langsamer: Seit dem Frühjahr verteuern sich Energie und Rohstoffe.
KI-Nachfrage, Lohnzuwächse und staatliche Maßnahmen stützen die Aktivität.
Ab 2027 lassen die Kostenbelastungen nach; der Kreislauf von Einkommen und Ausgaben verstärkt sich.
Rohöl, Halbleiter und die Yen-Abwertung treiben zunächst die Preise, später lässt der Öleffekt nach.
Bei starkem Arbeitskräftemangel steigen Löhne und Preise wechselseitig moderat; mittel- bis langfristige Inflationserwartungen liegen um 2 Prozent.
Preisrisiken bleiben nach oben gerichtet
Die BoJ bewertet die Wachstumsrisiken als weitgehend ausgewogen, die Preisrisiken als aufwärtsgerichtet.
Sie nennt den Nahen Osten, KI-Nachfrage und Wechselkurse als Risikofaktoren.
Steigende Inflationserwartungen bergen laut BoJ das Risiko einer zugrunde liegenden Inflation über dem Zwei-Prozent-Ziel.