Japanischer Dienstleistungspreisindex steigt im Juni um 3,2 Prozent
Der japanische Dienstleistungspreisindex (SPPI) ist im Juni 2026 um 3,2 Prozent im Jahresvergleich gestiegen. Dies teilte die Bank of Japan in ihrem monatlichen Bericht mit.
Dienstleistungskosten legen breit zu
Der Gesamtindex der Dienstleistungspreise (SPPI) in Japan verzeichnete im Juni 2026 einen Anstieg von 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Ohne Berücksichtigung des internationalen Transportwesens betrug die Teuerungsrate 2,8 Prozent.
Der Indexstand aller Posten erreichte im Berichtsmonat 114,3 Punkte, basierend auf dem Referenzjahr 2020 mit einem Wert von 100. Gegenüber dem Vormonat Mai 2026 sank der Index leicht um 0,4 Prozent.
Zu den treibenden Faktoren zählten insbesondere Bereiche mit hohen Arbeitskosten sowie steigende Tarife im Transport- und Immobiliensektor, während Werbeausgaben teilweise dämpfend wirkten.
Transport und Immobilien treiben Teuerung
Im Detail zeigt sich ein differenziertes Bild der Preisdynamik in den verschiedenen Sektoren.
Der Bereich Transport und Postaktivitäten verzeichnete im Jahresvergleich ein kräftiges Plus von 5,3 Prozent, gestützt durch anhaltend hohe Fracht- und Passagierraten.
Real-Estate-Dienstleistungen verteuerten sich um 2,2 Prozent, während Werbeleistungen im Jahresvergleich um 1,3 Prozent nachgaben.
Die von der Bank of Japan ausgewerteten Sonderaggregate verdeutlichen, dass insbesondere arbeitsintensive Dienstleistungen den Preisdruck aufrechterhalten.
Stetiger Druck auf breiter Front
Der anhaltende Preisanstieg bei Dienstleistungen untermauert den schrittweisen Abbau deflationärer Tendenzen in Japan.
Zwar dämpfen monatliche Schwankungen bei Werbung und Transport das Bild, doch der übergeordnete Trend bleibt robust.
Für die Fiskalpolitik der Notenbank bleibt dieser Inflationsdruck ein zentraler Indikator.
Quelle: Services Producer Price Index (June)
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