CBDC-Pilotprogramm verarbeitet 50.000 Transaktionen pro Sekunde
Im japanischen CBDC-Pilotprogramm wurden unter Hochlast 50.000 Transaktionen pro Sekunde ohne kritische Systemblockaden bewältigt. Die Bank of Japan legte beim sechsten Forumstreffen am 11. September 2026 die Ergebnisse vor.
Stresstest besteht 50.000 Transaktionen
Die Testergebnisse des Pilotprogramms zeigen eine Durchsatzrate von 50.000 Transaktionen pro Sekunde, bestehend aus 10.000 Datenaktualisierungen und 40.000 Kontostandsabfragen.
Die Verarbeitung erfolgte innerhalb von etwa drei Sekunden.
Bei Tests mit Lastkonzentration auf ein einzelnes Konto erreichten die Systeme mittels Datensatzaufteilung bis zu 6.000 Transaktionen pro Sekunde.
Laut den technischen Analysen wurden bislang keine unüberwindbaren Hürden für den operativen Online-Zahlungsverkehr identifiziert.
Die Versuche bildeten rund ein Zehntel des für eine spätere gesellschaftliche Einführung erwarteten Transaktionsvolumens ab.
Insgesamt beteiligten sich 64 Unternehmen an den 84 Arbeitsgruppensitzungen.
Fünf Baustellen für den digitalen Yen
Die Arbeitsgruppen strukturierten die weiteren Herausforderungen in fünf Funktionsbereiche: Systemarchitektur, Nutzerunterstützung, Ökosystem, Interoperabilität sowie neue Technologien.
Im Fokus stehen neben der Ausfallsicherheit und Notfallfunktionen bei Netzwerkausfällen auch programmierbare Zahlungen und Offline-Fähigkeiten für Naturkatastrophen.
Zudem wird die Anbindung an bestehende Kernbankensysteme und private Bezahldienste untersucht, um einen 24/7-Betrieb ohne Reibungsverluste zu gewährleisten.
Technisch solide, politisch offen
Die Bank of Japan beweist mit den Tests die technische Machbarkeit eines digitalen Yen.
Doch der Schritt vom Labor zur vollen Skalierung auf das Zehnfache birgt erhebliche Systemrisiken.
Solange die Kostenaufteilung mit den Geschäftsbanken ungeklärt bleibt, fehlt dem Projekt das wirtschaftliche Fundament.
Quelle: Sixth General Meeting of the CBDC Forum
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