Südkoreas Gesamtnachfrage steigt auf 7.114 Billionen Won
BOK Daten

Südkoreas Gesamtnachfrage steigt auf 7.114 Billionen Won

Das Gesamtvolumen an Gütern und Dienstleistungen in Südkorea ist 2024 auf 7.113,6 Billionen Won gestiegen. Wie die Bank of Korea in ihren Input-Output-Tabellen ausweist, kletterte die Außenhandelsquote dabei auf 31,1 Prozent, während die Wertschöpfungsquote 42,0 Prozent erreichte.

Exportmotor treibt das Gesamtangebot

Die inländische Produktion machte mit 6.047,9 Billionen Won einen Anteil von 85,0 Prozent am Gesamtangebot aus, während 1.065,6 Billionen Won auf Importe entfielen.

Rund 49,3 Prozent des Gesamtangebots flossen als Vorleistungen in die inländische Produktion, 34,6 Prozent deckten die inländische Endnachfrage und 16,1 Prozent gingen in den Export.

Der Dienstleistungssektor erwirtschaftete 48,5 Prozent der gesamten Inlandsproduktion sowie 64,1 Prozent der gesamten Wertschöpfung.

Auf das verarbeitende Gewerbe entfielen 41,3 Prozent der Produktion und 26,0 Prozent der Wertschöpfung.

Getrieben durch verarbeitete Güter und rückläufige Importpreise für Rohstoffe stieg die gesamtwirtschaftliche Wertschöpfungsquote von 41,2 auf 42,0 Prozent.

Dienstleistungen dominieren den Arbeitsmarkt

Die Zahl der Erwerbstätigen in Vollzeitäquivalenten belief sich auf 25,961 Millionen Personen, ein Rückgang um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dabei entfielen 72,0 Prozent der Arbeitsplätze auf den Dienstleistungssektor und 14,5 Prozent auf das verarbeitende Gewerbe.

Der Beschäftigungsinduktionseffekt lag bei durchschnittlich 7,8 Personen je Milliarde Won zusätzlicher Endnachfrage.

Während Dienstleistungen 9,5 Arbeitsplätze je Milliarde Won generierten, schuf die Industrie 4,7 Stellen.

Mehr Wertschöpfung, weniger Jobimpulse

Die Daten verdeutlichen die strukturelle Kluft zwischen Industrie und Dienstleistungssektor.

Während das verarbeitende Gewerbe die Wertschöpfung treibt, verliert es als Beschäftigungsmotor weiter an Kraft.

Südkoreas Wachstumsmodell profitiert von billigeren Vorleistungen, koppelt den industriellen Erfolg aber zunehmend von neuen Jobs ab.

Quelle: 2024 Updated Input-Output Tables

IN:

Fehler melden