Exportpreise in Südkorea sinken im August um 3,7 Prozent
Südkoreas Exportpreise auf Won-Basis sind im August 2026 gegenüber dem Vormonat um 3,7 Prozent gesunken, während die Importpreise um 2,4 Prozent nachgaben. Im Vorjahresvergleich verzeichneten die Ausfuhrpreise ein Plus von 42,4 Prozent.
Elektronik treibt das Vorjahresplus
Die Daten der Bank of Korea für August 2026 weisen bei den Exportpreisen auf Won-Basis ein Monatsminus von 3,7 Prozent aus, während der Index im Vorjahresvergleich um 42,4 Prozent zulegte.
Auf Basis der Vertragswährungen stiegen die Ausfuhrpreise im Monatsvergleich um 2,2 Prozent und binnen Jahresfrist um 41,0 Prozent.
Bei Industrieerzeugnissen legten elektronische und optische Produkte im Jahresvergleich um 113,2 Prozent zu.
Die Importpreise auf Won-Basis sanken im Vormonatsvergleich um 2,4 Prozent, stiegen im Jahresvergleich jedoch um 15,6 Prozent.
Rohstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 26,6 Prozent, getrieben von Erdöl, Erdgas und Kohle mit 29,4 Prozent Plus.
Bei Vorleistungsgütern fiel der Index im Monatsvergleich um 4,0 Prozent.
Starke Terms of Trade stützen Außenhandel
Die Handelsvolumina weisen im August eine hohe Dynamik auf: Der Exportvolumenindex stieg auf Dollar-Basis im Vorjahresvergleich um 25,9 Prozent, während der Exportwertindex um 75,8 Prozent zulegte.
Bei elektronischen und optischen Erzeugnissen kletterte der Ausfuhrwert um 174,7 Prozent.
Importseitig stieg das Volumen um 12,0 Prozent und der Wert um 23,1 Prozent.
Der Index der realen Austauschverhältnisse verbesserte sich im Jahresvergleich um 27,1 Prozent auf 119,90 Punkte, was die gestiegene Kaufkraft der südkoreanischen Exporte widerspiegelt.
Trügerische Entspannung an der Preisfront
Der monatliche Preisrückgang täuscht, da die Vertragswährungspreise im Außenhandel weiter anzogen.
Das extreme Wertwachstum bei Elektronik zeigt zudem eine riskante Klumpenbildung im Exportsektor.
Für die Zentralbank bleibt der außenwirtschaftliche Kostendruck damit ein latenter Risikofaktor.