Firmenkredite in Südkorea wachsen um 30,6 Billionen Won
Die südkoreanischen Unternehmenskredite sind im zweiten Quartal 2026 um 30,6 Billionen Won auf insgesamt 2.065,3 Billionen Won gestiegen. Getrieben wurde das Wachstum vor allem von Betriebsmittelkrediten und der Nachfrage aus dem Dienstleistungssektor.
Großkonzerne und Betriebsmittel treiben Kreditboom
Die Kreditaufnahme südkoreanischer Unternehmen bei Einlageninstituten stieg im zweiten Quartal 2026 um 30,6 Billionen Won.
Der gesamte ausstehende Kreditbestand belief sich Ende Juni auf 2.065,3 Billionen Won, ein Zuwachs von 4,7 Prozent zum Vorjahr.
Den Löwenanteil bildeten Kredite für Betriebsmittel, die um 23,8 Billionen Won auf 1.086,9 Billionen Won kletterten.
Kredite für Anlageninvestitionen wuchsen um 6,9 Billionen Won auf 978,4 Billionen Won.
Bei Geschäftsbanken erhöhte sich das Volumen um 29,3 Billionen Won, primär getragen von Großunternehmen mit einem Plus von 16,5 Billionen Won auf 356,7 Billionen Won.
Kredite an kleine und mittlere Firmen stiegen um 11,4 Billionen Won auf 1.137,8 Billionen Won.
Dienstleister expandieren, Bauwirtschaft stagniert
Auf Branchenebene dominierte der Dienstleistungssektor mit einem Anstieg um 19,9 Billionen Won auf 1.313,1 Billionen Won, angeführt von Immobilienaktivitäten und Finanzdienstleistern mit jeweils 6,2 Billionen Won Zuwachs.
Im verarbeitenden Gewerbe stiegen die Kredite um 8,4 Billionen Won auf 521,5 Billionen Won, gestützt durch die Chemiebranche, den Fahrzeugbau und Metallerzeugnisse.
Die Bauwirtschaft verzeichnete hingegen eine Stagnation und schrumpfte im Jahresvergleich um 3,4 Prozent auf 100,4 Billionen Won.
Liquiditätspuffer statt Zukunftsinvestitionen
Der Zuwachs bei Betriebsmitteln zeigt, dass Firmen Liquidität sichern statt in neue Anlagen zu investieren.
Zugleich birgt die anhaltende Bauschwäche bei gleichzeitig steigenden Immobilienkrediten strukturelle Risiken.
Ohne echte Sachinvestitionen bleibt das Kreditwachstum ein zweischneidiges Signal für die Wirtschaft.