Leitzins steigt um 25 Basispunkte auf 3,00 Prozent
Die Bank of Korea hat ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,00 Prozent angehoben. Der geldpolitische Ausschuss entschied sich am 27. August 2026 mit sechs zu eins Stimmen für den Zinsschritt, um anhaltenden Inflations- und Finanzstabilitätsrisiken zu begegnen.
Halbleiterboom treibt Wachstumsprognosen
Der geldpolitische Ausschuss der Bank of Korea begründet den Zinsschritt mit robustem Wachstum und verfestigtem Preisdruck.
Sechs Mitglieder stimmten für die Anhebung auf 3,00 Prozent, während Hwang Kunil für eine Beibehaltung bei 2,75 Prozent plädierte.
Getrieben vom Halbleitersektor hob die Notenbank ihre BIP-Prognose für das laufende Jahr von 2,6 auf 3,3 Prozent an, für das Folgejahr von 2,1 auf 2,9 Prozent.
Die Gesamtinflation lag im Juli bei 2,8 Prozent, die Kerninflation zog auf 2,6 Prozent an.
Für das Gesamtjahr rechnet die Zentralbank mit 2,7 Prozent Inflation und einer auf 2,5 Prozent angehobenen Kernrate.
Neben der Teuerung bereiten den Währungshütern steigende Immobilienpreise im Großraum Seoul sowie das beschleunigte Wachstum der privaten Haushaltsverschuldung Sorgen.
Aufwärtskorrektur beim Zinspfad
Die sechsmonatige Zinsprojektion der Ratsmitglieder verdeutlicht den Straffungskurs: Zehn Punkte entfallen nun auf einen Satz von 3,25 Prozent, sechs Punkte liegen bei 3,50 Prozent und nur noch fünf bei 3,00 Prozent.
Im Mai lag der Schwerpunkt noch bei 3,00 Prozent.
An den Finanzmärkten schwankten die Renditen koreanischer Staatsanleihen beträchtlich, während der Won gegenüber dem US-Dollar zulegte.
Die Notenbank verwies zudem auf Risiken im Nahen Osten und die unklare Zinsentwicklung der Fed.
Konsequente Notbremse
Die Zinserhöhung beweist Entschlossenheit angesichts boomender Chipexporte und heißlaufender Immobilienmärkte.
Der Dissens mahnt jedoch zur Vorsicht vor einer zu starken Dämpfung der Binnennachfrage.
Mit dem neuen Zinspfad rückt eine weitere Straffung bis auf 3,50 Prozent klar in den Fokus.
Quelle: ★Monetary Policy Decision (August 27, 2026)
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