Leitzins bleibt einstimmig bei 3,00 Prozent
Am 22. Oktober 2026 beschließen alle sieben Ratsmitglieder der Bank von Korea (BOK), den Leitzins bei 3,00 Prozent zu belassen. Angesichts geopolitischer Unsicherheit prüft der Rat die Wirkung der beiden vorangegangenen Zinserhöhungen.
Halbleiter tragen das Wachstum
Exporte und Investitionen treiben Südkoreas Wirtschaft; der Beschäftigungszuwachs konzentriert sich auf Dienstleistungen.
Die BOK erwartet für 2026 und 2027 deutlich mehr Wachstum als die im August prognostizierten 3,3 und 2,9 Prozent.
Halbleiter und steigende Einkommen stützen den Ausblick.
Global tragen KI-Investitionen das Wachstum, während Nahostkonflikt, Energiepreise und Lieferengpässe belasten.
Langfristige Anleiherenditen und US-Dollar stiegen; Fiskalrisiken und das Angebot KI-bezogener Unternehmensanleihen belasteten die Märkte.
Der Won wertete dank hoher Leistungsbilanzüberschüsse dennoch auf.
Koreanische Anleiherenditen gaben einen Großteil ihres Anstiegs ab; Aktien fielen wegen Sorgen um Halbleitergewinne.
Preisdruck hält länger an
Im September lagen Gesamt- und Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie bei 2,9 beziehungsweise 2,8 Prozent.
Kurzfristige Inflationserwartungen verharrten im oberen 2-Prozent-Bereich.
Für 2026 hält die BOK an den August-Prognosen von 2,7 und 2,5 Prozent weitgehend fest.
Für 2027 erwartet sie Werte über den bisherigen 2,3 und 2,5 Prozent.
Kostenüberwälzung und zunehmender Nachfragedruck halten die Inflation länger über dem Ziel.
Ölpreise, Wechselkurs, Binnennachfrage und die Breite der Lohnzuwächse bleiben Unsicherheitsfaktoren.
Zinspause mit Erhöhungsperspektive
Die BOK hält weitere Zinserhöhungen offen; Zeitpunkt und Tempo hängen von Inflation, Konjunktur und Finanzstabilität ab.
Haushaltskredite sanken insgesamt, Wohnungsbaukredite stiegen jedoch weiter.
Erneut schneller steigende Immobilienpreise im Großraum Seoul halten die Verschuldungsrisiken im Fokus des Rats.
Quelle: ★Monetary Policy Decision (October 22, 2026)
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