Erzeugerpreise sinken im Juli um 0,4 Prozent
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Erzeugerpreise sinken im Juli um 0,4 Prozent

Der südkoreanische Erzeugerpreisindex fiel im Juli 2026 gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent, liegt im Jahresvergleich aber 7,7 Prozent höher. Nach Angaben der Bank of Korea drückten vor allem gesunkene Kosten für Kohle- und Mineralölprodukte sowie Finanzdienste den Gesamtindex.

Öl und Finanzdienste bremsen den Preisdruck

Der Rückgang des Gesamterzeugerpreisindex auf 129,39 Punkte resultiert vor allem aus Verbilligungen bei Industriegütern und Dienstleistungen.

Im verarbeitenden Gewerbe sanken die Preise im Monatsvergleich um 0,5 Prozent, maßgeblich beeinflusst durch ein Minus von 5,1 Prozent bei Kohle- und Mineralölprodukten sowie 1,3 Prozent bei chemischen Erzeugnissen.

Im Dienstleistungssektor sorgten rückläufige Notierungen bei Finanz- und Versicherungsaktivitäten mit einem Rückgang von 7,1 Prozent für Entlastung.

Demgegenüber verteuerten sich Agrar-, Forst- und Fischereiprodukte um 1,5 Prozent, getrieben von einem Anstieg bei landwirtschaftlichen Nahrungsmitteln um 2,4 Prozent.

Die Halbleiterpreise legten sequenziell um 3,7 Prozent zu und notieren im Vorjahresvergleich um 144,9 Prozent höher.

Lieferkette kühlt ab trotz hohem Vorjahresniveau

Auch auf den vorgelagerten Stufen der Wertschöpfungskette schwächte sich die Dynamik ab: Der inländische Angebotsindex gab um 1,8 Prozent nach, wobei Rohstoffe um 7,7 Prozent und Zwischengüter um 1,7 Prozent nachgaben.

Im Jahresvergleich bleibt der Druck mit einem Plus von 10,2 Prozent jedoch beträchtlich.

Der Gesamtausstoß-Preisindex sank um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat, liegt aber um 16,6 Prozent über dem Stand von Juli 2025.

Bereinigt um Nahrungsmittel und Energie sanken die Erzeugerpreise um 0,2 Prozent bei einer Jahresrate von 8,0 Prozent.

Trügerische Atempause in der Pipeline

Die monatliche Abkühlung verschafft der Notenbank kurzfristig Luft, ändert aber nichts am gravierenden Vorjahresplus.

Vor allem die explodierenden Halbleiterpreise und die anhaltende Kernteuerung halten den Druck auf die Verbraucherpreise hoch.

Für eine geldpolitische Entwarnung ist dieser singuläre Rücksetzer viel zu schwach.

Quelle: Producer Price Index - July 2026(preliminary)

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