Erzeugerpreise im Mai: 0,8 Prozent monatlich, 8,5 Prozent jährlich
Die Erzeugerpreise in Südkorea sind im Mai 2026 um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 8,5 Prozent, getrieben von Dienstleistungen und Industrieprodukten.
Dienstleistungen und Industrie treiben die Preise
Der Erzeugerpreisindex in Südkorea stieg im Mai 2026 um 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 8,5 Prozent im Jahresvergleich.
Diese Entwicklung wurde maßgeblich von Dienstleistungen und Industrieprodukten getragen.
Die Preise im Dienstleistungssektor erhöhten sich monatlich um 1,2 Prozent und jährlich um 4,9 Prozent.
Innerhalb der Dienstleistungen zeigten Finanz- und Versicherungsaktivitäten mit einem jährlichen Plus von 35,3 Prozent die stärkste Dynamik.
Auch die Industrieprodukte trugen mit einem monatlichen Anstieg von 0,7 Prozent und einem jährlichen Plus von 13,3 Prozent erheblich zur Gesamtentwicklung bei.
Besonders auffällig waren hier Kohle- und Erdölprodukte, die im Jahresvergleich um 77,5 Prozent zulegten, obwohl sie monatlich leicht sanken.
Chemische Produkte verzeichneten ebenfalls einen kräftigen jährlichen Anstieg von 20,6 Prozent.
Im Gegensatz dazu sanken die Preise für land-, forstwirtschaftliche und marine Produkte im Monatsvergleich um 0,8 Prozent, stiegen aber im Jahresvergleich um 4,8 Prozent.
Die Strom-, Gas-, Wasser- und Abfallwirtschaft zeigte einen moderaten monatlichen Anstieg von 0,5 Prozent und lag im Jahresvergleich bei 0,2 Prozent.
Diese Daten unterstreichen einen anhaltenden Preisdruck in der südkoreanischen Wirtschaft, der sich über verschiedene Sektoren erstreckt.
Importpreise und Gesamtproduktion im Blick
Neben dem Erzeugerpreisindex veröffentlichte die BOK auch den Domestic Supply Price Index und den Total Output Price Index.
Der Domestic Supply Price Index, der die Preisentwicklung von Gütern und Dienstleistungen auf dem heimischen Markt misst, blieb im Mai 2026 gegenüber dem Vormonat unverändert, stieg aber im Jahresvergleich um 11,7 Prozent.
Hierbei sanken die Rohstoffpreise monatlich um 8,1 Prozent, während Vorleistungsgüter und -dienstleistungen um 1,2 Prozent und Endprodukte um 0,3 Prozent zulegten.
Der Total Output Price Index, der die Preisentwicklung der gesamten heimischen Produktion abbildet, erhöhte sich im Mai um 1,2 Prozent monatlich und um 16,7 Prozent im Jahresvergleich.
Diese zusätzlichen Indizes liefern ein umfassenderes Bild der Preisdynamik in der südkoreanischen Wirtschaft.
Anhaltender Preisdruck für die BOK
Die anhaltend hohen Jahreswachstumsraten in allen drei Preisindizes, insbesondere im verarbeitenden Gewerbe und bei Dienstleistungen, deuten auf einen persistenten Preisdruck in Südkorea hin.
Dies könnte die Bank of Korea unter Zugzwang setzen, ihre geldpolitische Straffung beizubehalten oder sogar zu verschärfen.
Trotz einiger monatlicher Moderationen bleibt die Gesamtentwicklung ein klares Signal für die Notwendigkeit einer vorsichtigen Geldpolitik.
Quelle: Producer Price Index - May 2026(preliminary)
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