Makhlouf verlangt Sicherheit vor Tempo bei Bezahlinnovationen
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Makhlouf verlangt Sicherheit vor Tempo bei Be­zah­lin­no­va­ti­o­nen

Innovationen im Zahlungsverkehr müssen vor allem auf Sicherheit und Vertrauen basieren. Das betonte Gabriel Makhlouf, Gouverneur der irischen Zentralbank, am 18. September 2026 auf der Konferenz zur Zukunft der Finanzen in Dublin.

Milliardenkosten und neue Gewohnheiten

Neue Erhebungen der Central Bank of Ireland verdeutlichen den raschen Wandel: Die jährlichen Abwicklungskosten für irische Händler belaufen sich auf knapp 1 Mrd. Euro, wobei kleinere Händler pro Transaktion überproportional belastet werden.

Bei jungen Haushalten zahlt knapp die Hälfte am häufigsten per Smartphone-Wallet, und mehr als die Hälfte nutzt Digitalbanken.

Zugleich greift ein Fünftel der Haushalte bevorzugt zu Bargeld.

Verbraucher setzen dabei klare Prioritäten.

„Wenn wir Konsumenten fragen, was ihnen bei der Wahl eines Zahlungsmittels am wichtigsten ist, lautet die Antwort nicht Schnelligkeit, Bequemlichkeit oder Kosten. Es sind Sicherheit, Zuverlässigkeit, Vertrauen und Schutz vor Betrug“, so Makhlouf.

Drei Pfeiler für das Bezahlen von morgen

Die Zentralbank definiert drei Säulen für die Zukunft: moderne Infrastruktur durch digitalen Euro und Wholesale-DLT-Abwicklung, operative Resilienz privater Anbieter sowie verantwortungsvolle Innovationen.

Flankierend veröffentlichte die Notenbank drei Studien von Gillian Phelan, Fergal McCann, Brian Gallagher und Patrik Gorše.

Diese analysieren strukturelle Verschiebungen im Ökosystem – von Konto-zu-Konto-Zahlungen und Stablecoins bis hin zur regionalen Konvergenz beim Bezahlen.

Reibungslos reicht nicht

Makhloufs Vorstoß adressiert das Kernproblem einer von Bequemlichkeit getriebenen Fintech-Branche.

Die Zahlen zeigen unmissverständlich, dass Konsumenten Sicherheit vor reinen Schnelligkeitsgewinnen einfordern.

Für Notenbanken wird die Integration neuer Technologien bei gleichzeitigem Betrugsschutz zum entscheidenden Balanceakt.

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