EZB belässt Leitzins bei 2,25 Prozent
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EZB belässt Leitzins bei 2,25 Prozent

Der EZB-Rat hat den Einlagenzins bei 2,25 Prozent belassen. EZB-Ratsmitglied Gabriel Makhlouf verweist in einem Blogbeitrag auf erneuten Preisdruck bei Energie und nennt die entscheidenden Faktoren für die September-Sitzung.

Energiepreise treiben Inflation zurück

Nach der Zinsanhebung im Juni belässt die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins unverändert bei 2,25 Prozent.

Der Schritt spiegelt die Abwägung wider, die Daten nach dem jüngsten Zinsschritt genau zu beobachten.

Während die Headline-Inflation im Euroraum im Juni bei 2,8 Prozent lag, sorgt der nach dem Zusammenbruch des Waffenstillstands wiederkehrende Preisanstieg bei Energie dafür, dass die aktuelle interne Schätzung die Teuerung wieder im Bereich von 3 Prozent verortet.

Ein neuer Staff-Insights-Beitrag beleuchtet das Nowcasting dieser Entwicklung.

Drei Indikatoren für den September

Für die September-Sitzung, die vollständige Projektionen liefert, richtet sich der Blick auf drei Faktoren.

Erstens wird beobachtet, ob der Energiepreisauftrieb anhält.

Zweitens steht die Kerninflation im Fokus, um Zweitrundeneffekte und die Lohndynamik im Euroraum zu bewerten.

Drittens wird die Transmission der Juni-Zinserhöhung auf die Kreditbedingungen und das BIP-Wachstum, das für dieses Jahr bei 0,8 Prozent gesehen wird, genau analysiert.

Abwarten mit Weitblick

Die Zinspause der EZB ist eine besonnene Reaktion auf eine unübersichtliche Gemengelage aus Energievolatilität und Lohnrisiken.

Wer jetzt voreilig agiert, gefährdet das Zwei-Prozent-Ziel.

Erst die September-Daten werden zeigen, ob der geldpolitische Kurs nachjustiert werden muss.