Makhlouf benennt Demografie und Wohnungsnot als Prioritäten
CBI Rede

Makhlouf benennt Demografie und Wohnungsnot als Prioritäten

Zum Start seiner zweiten Amtszeit hat Notenbankgouverneur Gabriel Makhlouf zentrale Herausforderungen für Irland benannt. Beim Treffen mit der Zivilgesellschaft am 28. September 2026 hob er Demografie, Wohnungsnot und ungleiche Inflationsfolgen hervor.

Das Gemeinwohl als gesetzlicher Auftrag

Gabriel Makhlouf hat nach Ablauf seiner ersten siebenjährigen Amtszeit eine zweite Periode als Gouverneur der irischen Zentralbank angetreten.

Nach Besuchen in allen 26 Grafschaften des Landes betonte er die enge Verflechtung von Realwirtschaft und Gesellschaft.

Neben Erfolgen in der Industrie und Kreativwirtschaft stünden vor allem Engpässe bei Wohnraum und Infrastruktur im Vordergrund, die Unternehmen bei der Personalrekrutierung belasten.

Makhlouf verwies auf das Gründungsgesetz der Zentralbank, demzufolge das „Wohl der Bevölkerung als Ganzes“ die Richtschnur allen Handelns sein müsse.

Neben der Alterung der Gesellschaft zählte er die ungleiche Belastung privater Haushalte durch die jüngste Inflation zu den drängendsten Aufgaben.

Weichenstellung bis 2032

Die Zentralbank bereitet derzeit ihre strategische Ausrichtung für die Jahre 2028 bis 2032 vor.

Dabei soll der direkte Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteuren als fester Pfeiler verankert bleiben.

Die unter Chatham-House-Regeln geführte Konsultation dient dazu, neben quantitativen Analysen auch praktische Erfahrungen zur Wirkung des Finanzsystems und zu Risiken der Dekarbonisierung einzuholen.

Chefökonom Robert Kelly stellte dazu die Ergebnisse des aktuellen Quartalsberichts vor.

Zuhören allein baut keine Wohnungen

Makhloufs Dialoginitiative demonstriert das Bemühen um breitere gesellschaftliche Verankerung.

Bei strukturellen Problemen wie der irischen Wohnungsnot stoßen Zentralbanken jedoch an ihre mandatsbedingten Grenzen.

Mehr Bürgernähe liefert zwar wertvolles Feedback, löst die realwirtschaftlichen Engpässe aber nicht.

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