Makhlouf verteidigt Zinsschritt auf 2,5 Prozent
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Makhlouf verteidigt Zinsschritt auf 2,5 Prozent

25 Basispunkte mehr: Der EZB-Einlagenzins steigt auf 2,5 Prozent. Irlands Notenbankchef Gabriel Makhlouf begründet seine Zustimmung mit hartnäckigen Energiepreisen und einer auf 3,3 Prozent gekletterten Inflation im Euroraum.

Hartnäckige Energiepreise treiben Inflation

Die Schnellschätzung von Eurostat beziffert die Inflation im Euroraum für August auf 3,3 Prozent, nach 2,9 Prozent im Juli.

Vor allem anziehende Energiepreise erweisen sich als hartnäckig.

Die Kerninflation sank im August leicht auf 2,4 Prozent.

Das Lohnwachstum lag im zweiten Quartal bei 3,3 Prozent und verharrt laut den Projektionen sowohl 2026 als auch 2027 auf diesem Niveau.

Da der Kostendruck die Disinflation bremst, verschiebt sich die Rückkehr zum Zwei-Prozent-Ziel weiter nach hinten.

Angesichts eines prognostizierten BIP-Wachstums von 0,9 Prozent für 2026 und 1,4 Prozent für 2027 stuft Makhlouf den Zinsschritt auf 2,5 Prozent als angemessen ein.

Keine Vorab-Festlegung beim Zinspfad

Der EZB-Rat legt sich für künftige Sitzungen nicht auf einen festen Zinspfad fest und entscheidet von Treffen zu Treffen.

Neben geopolitischen Risiken durch Konflikte im Nahen Osten verweist Makhlouf auf bereits spürbare Straffungseffekte bei den Finanzierungsbedingungen.

Zu starke Zinserhöhungen könnten das Wachstum belasten.

Auch in Irland bleibt die Teuerung erhöht: Der HVPI stieg im August auf 3,4 Prozent nach 3,1 Prozent im Juli, während das modifizierte Bruttonationaleinkommen (BNE*) 2025 um 4,7 Prozent wachsen soll.

Zwischen Schock und Wachstumsrisiko

Makhloufs Einordnung verdeutlicht das wachsende Dilemma zwischen hartnäckiger Teuerung und nachlassender Konjunktur.

Der Verzicht auf eine feste Zusage ist angesichts unberechenbarer Energieschocks folgerichtig.

Für Marktteilnehmer verlängert diese Flexibilität jedoch die Phase spürbarer Zinsunsicherheit.

Quelle: Why we raised rates again and what lies ahead

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