Banken sollen Schuldner vor Zahlungsrückständen unterstützen
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Banken sollen Schuldner vor Zah­lungs­rück­stän­den unterstützen

Die Bank von Russland empfiehlt Banken, finanziell gefährdeten Kreditnehmern frühzeitig Lösungen anzubieten. Direkte Hilfe soll verhindern, dass Betroffene auf unseriöse Vermittler zur Schuldenbefreiung zurückgreifen.

Hilfe vor dem ersten Rückstand

Die Bank von Russland empfiehlt Kreditinstituten, Kunden mit finanziellen Schwierigkeiten mögliche Lösungen für ihre Rückzahlungsprobleme anzubieten.

Dazu zählen geringere Vertragsstrafen sowie ein vollständiger oder teilweiser Aufschub von Tilgungs- oder Zinszahlungen.

Banken sollen nicht warten, bis Zahlungsrückstände entstehen.

Unterstützung benötigen nach Angaben der Zentralbank auch Kreditnehmer, die bislang pünktlich zahlen, deren finanzielle Lage aber gefährdet ist.

Gleiches gilt für Kunden, die laut den Unterlagen der Bank einen Dienstleister zur Schuldenbefreiung einschalten wollen.

Mit direkter Unterstützung der Banken sollen Betroffene ihre finanziellen Schwierigkeiten ohne unseriöse Vermittler überwinden.

Direkter Kontakt statt Ver­mitt­ler­ver­spre­chen

Vermittler versprechen mitunter, sämtliche Schulden zu beseitigen oder im Insolvenzfall alle Vermögenswerte zu erhalten.

Laut Zentralbank erfüllen sie solche Zusagen in der Regel nicht.

Ratschläge, etwa Kreditzahlungen zu ignorieren, verschlechtern teils sogar die Lage.

Banken sollen deshalb einen eigenen Kontaktkanal einrichten, etwa eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.

Dort sollen Kunden mit Bankmitarbeitern Lösungen besprechen können, die ihre Lebensumstände berücksichtigen.

Früh handeln, direkt verhandeln

Die Empfehlung setzt bereits vor einem Zahlungsausfall an.

Sie verbindet mögliche Zahlungserleichterungen mit einem direkten Zugang zu Bankmitarbeitern.

Damit richtet sich die Hilfe ausdrücklich auch an bislang pünktliche Zahler in finanziell prekärer Lage.

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