Solomakhin manipuliert Kurse mit mehr als 120 Geschäften
Die Bank von Russland meldet am 16. Oktober 2026 Marktmanipulation durch Wadim Albertowitsch Solomakhin an der Moskauer Börse. Der Chef und wirtschaftlich Berechtigte von KINETIC CAPITAL erzielte Gewinne zulasten seiner Gesellschaft.
Eigener Gewinn, Verluste beim Unternehmen
Im ersten Quartal 2026 tätigte Solomakhin über 120 Geschäfte zwischen seinem privaten Handelskonto und dem Konto der LLC KINETIC CAPITAL (Steuernummer 9703121414).
Betroffen waren Aktien von Sberbank, PJSC Sovcombank und Surgutneftegas PJSC sowie die russischen Staatsanleihen OFZ-PD 26230 und OFZ-PD 26243. Im Haupthandel der Moskauer Börse wichen dadurch Preise und Handelsvolumen erheblich von den Niveaus ohne diese Geschäfte ab.
Die Gesellschaft verlor Geld, Solomakhin erzielte einen entsprechenden Gewinn.
KINETIC CAPITAL verwaltet mit Zentralbanklizenz den geschlossenen Investmentfonds Kinetic Portfolio.
Die Zentralbank wertet die Handlungen als Marktmanipulation nach Artikel 5 Absatz 1 Nummer 2 des Bundesgesetzes Nr. 224-FZ und als Verstoß gegen dessen Artikel 6 Absatz 2.
Firmenorders bewegen den privaten Ertrag
Solomakhin kaufte oder verkaufte die Instrumente zunächst über sein privates Depot zum geltenden Börsenkurs.
Dann stellte er gegenläufige Aufträge zu höheren Verkaufs- beziehungsweise niedrigeren Kaufpreisen ein.
Über seinen dienstlichen Zugriff auf das Firmendepot platzierte er Gegenorders im nötigen Umfang, um den Marktpreis auf das privat gesetzte Niveau zu bewegen.
Die Kurse änderten sich kurzfristig.
Seine privaten Positionen schloss er dabei vollständig oder teilweise gegen die Aufträge der Gesellschaft.
Unterlassung und Kontensperren angeordnet
Die Zentralbank verpflichtete Solomakhin verbindlich, gleichartige Verstöße künftig zu unterlassen.
Professionelle Wertpapiermarktteilnehmer und Handelsorganisatoren erhielten verbindliche Anordnungen, Transaktionen in seinen Brokerkonten auszusetzen.
Die Informationen zu den Verstößen gingen an die Strafverfolgungsbehörden.