Kapitalkontrollen für Brokerkonten um sechs Monate verlängert
CBR News

Kapitalkontrollen für Brokerkonten um sechs Monate verlängert

Sechs Monate mehr Transferstopp: Die russische Zentralbank verlängert die Beschränkungen für grenzüberschreitende Überweisungen aus Broker- und Treuhandkonten ab dem 1. Oktober 2026. Betroffen sind nicht-residente Personen und Unternehmen aus als unfreundlich eingestuften Staaten.

Sechs weitere Monate Transferstopp

Die Bank of Russia hält an den bestehenden Kapitalverkehrskontrollen fest: Ab dem 1. Oktober 2026 bleiben grenzüberschreitende Überweisungen von Konten bei russischen Brokern und Treuhändern für weitere sechs Monate ausgesetzt.

Die Maßnahme zielt auf Nicht-Residenten aus Ländern ab, die Russland als unfreundlich deklariert hat.

Betroffen sind sowohl Konten von Privatpersonen als auch von juristischen Personen.

Die Notenbank begründet die Verlängerung explizit mit dem Ziel, die Stabilität des heimischen Finanzsystems zu sichern.

Ursprünglich traten die Beschränkungen am 1. April 2022 in Kraft und werden seither fortlaufend erneuert, um den Abfluss von Vermögenswerten ins Ausland zu unterbinden.

Ausnahme für Neuinvestitionen

Von den Restriktionen ausgenommen bleiben Gelder auf sogenannten In-Typ-Konten.

Gemäß dem zugrunde liegenden Erlass des russischen Präsidenten gilt das Verbot der Rückführung nicht für ausländische Investoren oder in deren Namen handelnde Personen, wenn die Mittel über solche Konten bei russischen Brokern und Treuhändern im russischen Finanzmarkt angelegt wurden.

Moskau versucht damit, trotz der weitreichenden Sperren selektiv frisches Auslandskapital im Land zu halten.

Eingefroren auf unbestimmte Zeit

Die Verlängerung zementiert den Ausschluss ausländischer Anleger aus dem russischen Markt.

Der Schritt ist ein administrativer Automatismus ohne Hoffnung auf baldige Kapitalfreigabe.

Die Ausnahme für In-Konten bleibt bloße Kosmetik bei fehlendem Vertrauen.

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