Kryptopositionen sollen auf 1 Prozent des Bankkapitals begrenzt sein
Die Bank von Russland plant ab Anfang 2027 eine Obergrenze für Kryptopositionen von 1 Prozent des Bankkapitals. Ihr Regulierungsbericht zum dritten Quartal 2026 enthält zudem neue Kapitalregeln und Erleichterungen für Kredite zum Schutz kritischer Infrastruktur.
Krypto und gebundene Vermögenswerte begrenzen
Die geplanten Kryptolimits gelten für Einzelinstitute und konsolidiert für Bankengruppen.
Eigene Positionen erhalten ein Risikogewicht von 1250 Prozent; für Kundenverwahrung sind 50 Prozent vorgesehen.
Verwahrpositionen ohne Haftung für Sanktionsrisiken bleiben außerhalb des Limits.
Für immobilisierte Vermögenswerte ist ab 1. April 2027 ein risikosensitives Limit geplant: Von 2027 bis 2031 sinkt es über 100, 85, 70 und 50 auf 25 Prozent des Kapitals.
Überschreitungen werden vollständig vom Kapital abgezogen.
Für Kredite zum Schutz kritischer Infrastruktur vor Luftangriffen gelten bis 31. Dezember 2026 Faktoren von 30 Prozent für Investmentgrade-Schuldner und 50 Prozent für übrige Schuldner auf das Basisrisikogewicht; makroprudenzielle Zuschläge entfallen.
AT1 absorbiert Verluste früher
Für neue AT1-Instrumente soll die Abschreibungs- oder Wandlungsschwelle von 5,125 Prozent auf 5,5 Prozent ab 1. Januar 2027 und 6,5 Prozent ab 1. Januar 2028 steigen.
Die maximale variable Verzinsung steigt auf den Leitzins plus 10 Prozentpunkte.
Kosten der Importsubstitution kritischer IT sollen schrittweise vom Kapital abziehbar bleiben.
Ab 1. Januar 2027 sollen Zuschläge aus der internen Kapitalbeurteilung die Mindestquoten erhöhen: je nach Bewertungsgruppe um 0 bis 1, 1 bis 3 oder 3 bis 5 Prozentpunkte.
Bei Bedarf sind Übergangspläne vorgesehen.
Kreditprüfung wird stärker zahlenbasiert
Ab 1. Juli 2027 plant die Zentralbank, private Einkommen nur anhand amtlicher Dokumente anzuerkennen.
Für Unternehmensschuldner sind Verschuldungsgrad und Zinsdeckung als zusätzliche Kriterien der Risikovorsorge vorgesehen.
Schlechte Ergebnisse aufsichtlicher Stresstests sollen künftig Kapitalzuschläge ermöglichen.