Banken sollen Herkunft großer Bareinzahlungen prüfen
Große Bareinzahlungen sollen Banken auf ihre Herkunft prüfen. Die Bank von Russland veröffentlichte am 26. Oktober 2026 Empfehlungen, um verdächtige Transaktionen und die Einschleusung illegaler Gelder zu erkennen.
Fünf Millionen Rubel als Schwelle
Die Bank von Russland empfiehlt Kreditinstituten, bei großen Bargeldtransaktionen die Herkunft der Mittel festzustellen.
Bei Privatpersonen nennt sie als Beispiele eine einzelne Bareinzahlung ab 5 Millionen Rubel oder mehrere Einzahlungen von zusammen mindestens 5 Millionen Rubel pro Monat.
Die Maßnahmen erfassen zudem Transaktionen, die vom Geschäft eines Unternehmens oder den üblichen Zahlungsmustern einer Privatperson abweichen.
Banken sollen damit verdächtige Vorgänge zeitnah erkennen, etwa wenn illegales Bargeld zur Geldwäsche in das Finanzsystem gelangt.
Nach Angaben der Zentralbank betreffen die Maßnahmen nur einen eng begrenzten Kundenkreis; redliche Privatpersonen seien nicht betroffen.
Herkunftsprüfung folgt internationalen Prinzipien
Die Empfehlungen entsprechen laut Zentralbank den Grundsätzen der Arbeitsgruppe zur Bekämpfung der Geldwäsche (FATF).
Diese sehen vor, die Herkunft von Geldern im Rahmen der Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden festzustellen.
Das Dokument soll diese Verfahren für Finanzinstitute und Kunden klarer machen.
Es bündelt auch frühere Empfehlungen der Bank von Russland gegen den Umlauf von Mitteln ungeklärter Herkunft und ersetzt die bisherigen Empfehlungen zu diesem Thema.
Gezielte Prüfung statt Breitenkontrolle
Die Zentralbank richtet die Herkunftsprüfung auf große oder untypische Bargeldtransaktionen.
Sie grenzt den betroffenen Kundenkreis ausdrücklich ein.
Die genannten Schwellen sind Beispiele innerhalb methodischer Empfehlungen, keine angekündigten Einzahlungslimits.