Verwaltetes Vermögen steigt auf 35,8 Billionen Rubel
Das von russischen Fondsgesellschaften verwaltete Vermögen ist im zweiten Quartal 2026 um 3,3 Prozent auf 35,8 Billionen Rubel gestiegen. Treiber waren anhaltende Mittelzuflüsse in Publikumsfonds, während der Halbjahresgewinn der Branche leicht sank.
Publikumsfonds treiben das Wachstum
Im zweiten Quartal 2026 flossen den russischen Investmentfonds netto 832,7 Milliarden Rubel zu, was einem Zuwachs von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal und 30 Prozent im Jahresvergleich entspricht.
Vor allem offene Fonds (OPIF) verzeichneten mit 192,8 Milliarden Rubel einen Zuwachs von 53,3 Prozent.
Das Nettovermögen aller Fonds stieg auf 24 Billionen Rubel.
Trotz eines Gebührenanstiegs um ein Viertel auf 36,6 Milliarden Rubel ging der Nettogewinn der Verwalter im ersten Halbjahr um 2,6 Prozent auf 25,8 Milliarden Rubel zurück.
Ausschlaggebend hierfür waren schwächere Handelserlöse infolge fallender Aktienkurse sowie steigende Personalkosten und operative Ausgaben durch die Geschäftsexpansion.
Unternehmen stützen das Treuhandgeschäft
Im Segment der individuellen Vermögensverwaltung stieg das Volumen um 5 Prozent auf 3,7 Billionen Rubel.
Maßgeblicher Treiber waren Unternehmenskunden, deren Portfolio um 19 Prozent auf 1,3 Billionen Rubel wuchs, vor allem getragen von Versicherungsgesellschaften.
Das von Privatkunden verwaltete Vermögen sank dagegen um ein Prozent auf 2,3 Billionen Rubel, belastet durch Kursverluste bei russischen Aktien.
Zugleich sank das durchschnittliche Depotvolumen von Privatkunden erstmals seit zwei Jahren von 7,5 auf 7,3 Millionen Rubel infolge eines Zuzugs von Kleinanlegern.
Wachstum kaschiert Margendruck
Das Volumenwachstum blendet: Die reale Ertragslage der russischen Fondsbranche erodiert.
Während Anleger unter fallenden Börsenkursen und negativen Fondsrenditen litten, fraßen Lohnkosten die Margen der Verwalter auf.
Ohne eine Belebung des Marktes wird der bloße Zufluss an Kleinanlegern die Ertragskraft nicht sichern.