Verbraucherpreise steigen im August langsamer
Das monatliche Preiswachstum in Russland hat sich im August 2026 verlangsamt. Laut der Bank of Russia bremsten vor allem sinkende Dieselpreise und ein gedämpfter Anstieg bei Benzin die Teuerung, während der schwächere Rubel die Importpreise trieb.
Treibstoffpreise und Dienstleistungen kühlen ab
Vor allem Entwicklungen am Treibstoffmarkt dämpften den aktuellen Preisanstieg: Während sich die Teuerung bei Benzin spürbar verlangsamte, gaben die Preise für Dieselkraftstoff sogar nach.
Die Maße der zugrunde liegenden Kerninflation, die weniger durch Einmaleffekte verzerrt werden, gingen im Vergleich zum Juli leicht zurück.
Allerdings verharrten diese Indikatoren weiterhin über dem Durchschnitt des zweiten Quartals 2026.
Gleichzeitig trieb die Abwertung des Rubels die Einfuhrpreise für Nicht-Nahrungsgüter spürbar an.
Bei den Dienstleistungen schwächte sich die Dynamik ebenfalls ab: Die Preise für Kommunikationsdienste sowie für den Inlandstourismus sanken, während marktnahe Dienstleistungen wie Gesundheit und Transport nur noch moderat zulegten.
Rubelschwäche treibt Importpreise
Die Bank of Russia bekräftigte in ihrem Bericht „Inflation in Russia“, ihren geldpolitischen Kurs zur Erreichung einer dauerhaft niedrigen Teuerung fortzusetzen.
Zwar verschaffen temporäre Dämpfer bei Dienstleistungen und Energie kurzfristig Entlastung, doch die Kerninflationsraten über dem Niveau des zweiten Quartals 2026 signalisieren anhaltenden Preisdruck.
Der schwache Rubel bleibt ein zentraler Risikotreiber für importierte Güter, womit die geldpolitische Straffung weiterhin notwendig bleibt.
Trügerische Atempause für Moskau
Die August-Abkühlung beruht vor allem auf flüchtigen Einmaleffekten bei Kraftstoffen und Tourismus.
Weil der schwache Rubel die Importpreise treibt und die Kernrate hoch bleibt, droht weiterhin anhaltender Preisdruck.
Für eine geldpolitische Entwarnung der Notenbank reicht diese Atempause keinesfalls aus.
Quelle: Consumer price growth decelerates in August
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