Banken verhindern Betrug von 1,9 Billionen Rubel
CBR Press

Banken verhindern Betrug von 1,9 Billionen Rubel

Im zweiten Quartal 2026 haben russische Banken 17,5 Millionen illegale Überweisungsversuche mit einem Volumen von knapp 1,9 Billionen Rubel gestoppt. Das entspricht einem Zuwachs von über vier Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Millionen Angriffe im Zahlungsverkehr abgefangen

Laut dem aktuellen Sicherheitsbericht der Notenbank haben die Finanzinstitute im zweiten Quartal 2026 insgesamt 17,5 Millionen unberechtigte Überweisungsversuche blockiert.

Das dadurch geschützte Kundenvermögen beläuft sich auf nahezu 1,9 Billionen Rubel.

Dies entspricht sowohl bei der Anzahl der abgefangenen Angriffe als auch beim geschützten Volumen einem Anstieg von mehr als vier Prozent gegenüber dem ersten Quartal.

Parallel dazu sank die Zahl der tatsächlich erfolgreichen Betrugstransaktionen von April bis Juni um 7,5 Prozent auf 458.700 Fälle.

Der Gesamtschaden für die Bankkunden ging in der Folge leicht auf unter 7,4 Milliarden Rubel zurück.

Firmenkunden im Visier der Kriminellen

Während die Betrugszahlen insgesamt gesunken sind, verzeichnet die Aufsicht verfeinerte Angriffe auf Unternehmen.

Der Anteil gestohlener Gelder von juristischen Personen stieg am Gesamtschaden von 7,8 Prozent im ersten Quartal auf 11,3 Prozent im zweiten Quartal.

Die Erstattungsquote der Banken an geschädigte Kunden erhöhte sich auf 7 Prozent beziehungsweise 514,6 Millionen Rubel.

Zudem veranlasste die Notenbank die Sperrung von 4.600 Betrugswebsites sowie Social-Media-Seiten und meldete 7.800 von Betrügern genutzte Telefonnummern an die Telekommunikationsanbieter.

Milliardenschild mit gravierenden Lücken

Die enormen Abwehrzahlen belegen zwar die verbesserte technische Infrastruktur der Banken.

Eine Erstattungsquote von lediglich sieben Prozent bleibt für betroffene Bankkunden jedoch ernüchternd.

Solange der Schadensersatz so gering ausfällt, tragen die Kunden weiterhin das Hauptrisiko der Betrugswelle.

Quelle: Countering fraudulent transfers: 2026 Q2 results

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