Manipulationen von Aktien einer Gazprom-Tochter aufgedeckt
CBR Press

Manipulationen von Aktien einer Gazprom-Tochter aufgedeckt

Über 10.000 manipulative Transaktionen bei OGK-2-Aktien aufgedeckt: Die russische Notenbank stoppt zwei Händler an der Moskauer Börse nach systematischem Marktmissbrauch. Sämtliche Handelskonten der Beschuldigten wurden mit sofortiger Wirkung gesperrt.

Zehntausend Trades im Minutentakt

Die russische Notenbank stellte fest, dass K.V. Mikhailov und A.I. Mikhailova im Jahr 2025 systematisch Kurse von PJSC OGK-2 an der Moskauer Börse manipulierten.

Über persönliche Handelskonten setzten die beiden wiederholt klassische sowie inverse Pump-and-Dump-Muster ein.

Durch aggressive Kaufaufträge trieben sie die Notierungen künstlich in die Höhe, um auf dem Höchststand mit Gewinn zu verkaufen.

Beim umgekehrten Verfahren drückten sie die Preise durch massive Verkäufe nach unten und kauften die Papiere anschließend billig zurück.

Insgesamt wickelten die Akteure mehr als 10.000 Transaktionen ab, teils mehrfach innerhalb einer einzigen Handelssitzung.

Durch gezielte Absprachen zwischen ihren Konten erzeugten sie erhebliche Preis- und Volumenverzerrungen.

Vollbremsung für die Manipulatoren

Die Handlungen verstoßen gegen Klausel 2 und 5 von Teil 1 des Artikels 5 des russischen Bundesgesetzes gegen Marktmanipulation.

Als Konsequenz verpflichtete die Bank of Russia Börsenbetreiber sowie professionelle Marktteilnehmer dazu, sämtliche Transaktionen über die Konten der Beschuldigten unverzüglich auszusetzen.

Zudem ergingen bindende Unterlassungsanordnungen an die Beschuldigten.

Die Notenbank warnte zeitgleich alle Marktteilnehmer eindringlich davor, sich an koordinierten Aktivitäten zur künstlichen Preisverzerrung oder an Absprachen im anonymen Orderbuch zu beteiligen.

Warnschuss für die Zocker-Szene

Das harte Durchgreifen setzt ein überfälliges Signal gegen gezielte Manipulationen in Nebenwerten.

Dass erst über 10.000 Transaktionen nötig waren, offenbart jedoch Schwachstellen in der Handelsüberwachung.

Nachträgliche Kontensperren allein reichen nicht aus, um das Vertrauen der Anleger dauerhaft zu sichern.

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