Privatanleger investieren 130 Milliarden Rubel in Anleihen
Russische Privatanleger haben im August Unternehmensanleihen im Wert von 130 Milliarden Rubel erworben. Laut dem Risikobericht der Bank von Russland stiegen zudem die Zuflüsse in Geldmarktfonds und Aktien, während die Nachfrage nach Devisen den dritten Monat in Folge sank.
Milliarden für Anleihen und Geldmarktfonds
Privatanleger prägten das Geschehen an den russischen Finanzmärkten im August maßgeblich.
Neben Unternehmensanleihen im Volumen von 130 Milliarden Rubel flossen 79 Milliarden Rubel in börsengehandelte Geldmarktfonds sowie 29 Milliarden Rubel in russische Aktien.
Gleichzeitig ging das Interesse an Fremdwährungen spürbar zurück: Die Nachfrage nach Devisen sank den dritten Monat in Folge.
Erstmals erfasst der Bericht der Notenbank auch Wertpapierverkäufe, die auf Sondergenehmigungen per Präsidialdekret basieren.
Diese Transaktionen von Anteilen russischer und internationaler Unternehmen beliefen sich in den vergangenen drei Monaten auf knapp über eine Milliarde Rubel und hatten kaum Einfluss auf die Kursbildung.
Stabile Renditen bei Staatsanleihen
Die Wechselkurse der Auslandswährungen verharrten Ende August innerhalb der Schwankungsbreite der Jahre 2025 und 2026.
Auch an den Märkten für russische Staatsanleihen (OFZ) zeigten sich kaum Bewegungen: Die Renditen veränderten sich nur minimal.
Die Spreads zwischen Unternehmensanleihen und OFZ verblieben vollständig im gewohnten Rahmen des laufenden Jahres 2026, sodass der Markt insgesamt in ruhigem Fahrwasser blieb.
Kleinanleger als Stabilitätsanker
Die Daten verdeutlichen die Abhängigkeit des russischen Markts von heimischen Kleinanlegern.
Dass die Sonderverkäufe per Präsidialerlass die Kurse kaum bewegen, belegt die anhaltende Isolation vom globalen Kapital.
Für die Zentralbank bleibt dieser Binnenfluss vorerst der wichtigste Puffer gegen externe Schocks.