Erster Notenbankchef Russlands Georgi Matjukhin verstorben
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Erster Notenbankchef Russlands Georgi Matjukhin verstorben

Georgi Matjukhin, der erste Gouverneur der modernen russischen Zentralbank, ist am 5. September 2026 verstorben. Die Bank of Russia würdigte seine Rolle beim Aufbau der Institution nach dem Zerfall der Sowjetunion.

Gründungschef in Zeiten des Umbruchs

Die russische Zentralbank hat den Tod ihres ersten Leiters Georgi Matjukhin bekannt gegeben.

Matjukhin verstarb am 5. September 2026.

Er übernahm die Führung der Notenbank der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik am 25. Dezember 1990 in einer politisch komplexen Übergangsphase.

Nach der Auflösung der Staatsbank der UdSSR im Jahr 1991 leitete er die Neuausrichtung und den Aufbau der Bank of Russia unter völlig veränderten Rahmenbedingungen.

Matjukhin stand der Notenbank bis 1992 vor.

Die Notenbank würdigte ihn als tatkräftigen Manager, dessen Fachwissen und Erfahrung in allen zentralen Arbeitsbereichen geschätzt wurden, und drückte den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus.

Pionierarbeit im Systemwechsel

Matjukhins Amtszeit von Dezember 1990 bis 1992 fiel in den Zusammenbruch der sowjetischen Planwirtschaft und die Entstehung marktwirtschaftlicher Strukturen.

In diesem Vakuum musste die neugeschaffene Zentralbank aus den Resten der sowjetischen Staatsbank heraus operationelle Handlungsfähigkeit aufbauen.

Die institutionelle Transformation markierte den Beginn eines eigenständigen Währungssystems in der Russischen Föderation nach dem Ende der UdSSR.

Fundament in chaotischen Zeiten

Matjukhins Amtszeit geriet durch spätere Krisen der russischen Wirtschaftsgeschichte oft in den Hintergrund.

Doch der Aufbau einer Notenbank direkt nach dem Kollaps der Sowjetunion war eine institutionelle Herkulesaufgabe.

Die Meldung erinnert an die oft übersehenen Weichenstellungen der frühen postsowjetischen Geldordnung.

Quelle: First Bank of Russia Governor passes away

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