Geldmenge M2X und Kreditvergabe im Juni verlangsamt
CBR Data

Geldmenge M2X und Kreditvergabe im Juni verlangsamt

Der Zuwachs der breiten Geldmenge M2X verlangsamte sich im Juni 2026 auf 0,4 Prozent. Auch das Kreditwachstum der Wirtschaft ging nach Angaben der Zentralbank deutlich zurück.

Kreditvergabe kühlt spürbar ab

Der Zuwachs der breiten Geldmenge M2X verlangsamte sich im Juni 2026 auf 0,4 Prozent nach 1,2 Prozent im Vormonat.

Hauptgrund dafür war die Entwicklung der Fremdwährungskomponente.

Auf Jahressicht sank der Zuwachs der Geldmenge M2X auf 12,9 Prozent, verglichen mit 13,1 Prozent im Mai.

Gleichzeitig blieb der Kredit an die Wirtschaft der Haupttreiber für das Geldangebot, verzeichnete jedoch mit 0,3 Prozent einen deutlichen Rückgang gegenüber den 1,3 Prozent im Mai.

Verantwortlich dafür war vor allem das schrumpfende Wachstum der Forderungen an Unternehmen, die von 1,5 Prozent im Vormonat auf nur noch 0,1 Prozent abrutschten.

Hypothekenboom trotz Abkühlung

Während die Unternehmenskredite stark bremsten, zeigte sich bei Krediten an die Bevölkerung ein gegenteiliger Trend.

Infolge erster Lockerungen der Geldpolitik beschleunigte sich das Wachstum der Forderungen an private Haushalte im Juni auf 0,9 Prozent nach 0,7 Prozent im Mai.

Auf Jahressicht stieg dieser Wert auf 5,7 Prozent.

Den stärksten Beitrag lieferten dabei Hypothekarkredite, gestützt durch eine gesteigerte Nachfrage nach staatlich subventionierten Programmen vor erwarteten Verschärfungen bei der Familienhypothek.

Wachstumspause an der Kreditfront

Die aktuellen Daten verdeutlichen eine spürbare Eintrübung der Dynamik im Firmenkreditgeschäft.

Dennoch bleibt abzuwarten, ob dies eine nachhaltige Trendumkehr oder nur eine temporäre Verschnaufpause darstellt.

Für die Geldpolitik der Zentralbank signalisiert die Entwicklung jedenfalls eine erfolgreiche Dämpfung überhitzter Segmente.