Nabiullina und Golowtschenko beraten über Zahlungsverkehr
Der Interbanken-Währungsrat der russischen und der belarussischen Zentralbank ist zu seiner 64. Sitzung im Altai zusammengekommen. Zentralbankchefin Elvira Nabiullina und Notenbankchef Roman Golowtschenko berieten über Zahlungsverkehr und den Unionsstaat-Vertrag 2027–2029.
Zahlungsverkehr im Fokus des 64. Treffens
Die Zentralbank der Russischen Föderation und die Nationalbank der Republik Belarus haben die 64. Sitzung ihres gemeinsamen Interbanken-Währungsrats in der Republik Altai abgehalten.
An den bilateralen Beratungen nahmen die russische Zentralbankgouverneurin Elvira Nabiullina sowie der Vorstandsvorsitzende der belarussischen Notenbank Roman Golowtschenko zusammen mit hochrangigen Delegationen beider Institutionen teil.
Im Mittelpunkt der Gespräche stand die aktuelle Lage an den Finanzmärkten beider Staaten.
Zudem berieten die Delegationen über praktische Fragen zur weiteren Verzahnung der nationalen Bankensektoren und Bezahlsysteme.
Vereinbart wurde ein verstärkter Austausch über die operative Interaktion beider Finanzsysteme.
Fahrplan für den Unionsstaat 2027 bis 2029
Ein zentraler Verhandlungspunkt war die zukünftige Zusammenarbeit im Rahmen des Vertrags über die Gründung des Unionsstaates für den Zeitraum von 2027 bis 2029.
Die beiden Notenbanken koordinieren ihre Regulierung und Marktinfrastruktur, um grenzüberschreitende Transaktionen abzusichern.
Der Interbanken-Währungsrat dient hierbei als zentrales Steuerungsorgan für die bilaterale Harmonisierung der Finanzmarktregeln und die fortlaufende Kopplung der nationalen Zahlungssysteme.
Integration unter Sanktionsdruck
Das Treffen verdeutlicht den forcierten Ausbau alternativer bilateraler Zahlungswege.
Die engere Verzahnung der Bankensysteme ist für beide Volkswirtschaften strategisch notwendig, bleibt aber technisch komplex.
Konkrete Beschlüsse jenseits bekannter Absichtserklärungen nennt das Kommuniqué jedoch nicht.