Eingehende Zahlungsströme steigen im August um 2,6 Prozent
CBR Daten

Eingehende Zahlungsströme steigen im August um 2,6 Prozent

Die eingehenden Zahlungen im russischen Zahlungssystem sind im August 2026 saisonbereinigt um 2,6 Prozent gegenüber dem Durchschnitt des zweiten Quartals gestiegen. Ohne Berücksichtigung von Rohstoffförderung, Mineralölprodukten und Staatsverwaltung belief sich das Plus auf 5,6 Prozent.

Konsum zieht an, Investitionen brechen ein

Das Plus bei den eingehenden Zahlungen speiste sich vor allem aus dem Konsum- und Exportsektor.

Die konsumnahen Branchen verzeichneten einen Zuwachs von 6,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal, getragen von Immobilien, Finanzdienstleistungen, Einzelhandel und Bildung.

Der Vorleistungsbereich legte um 5,3 Prozent zu.

Die exportorientierten Wirtschaftszweige wuchsen um 4,9 Prozent, gestützt durch Kohle- sowie Öl- und Gasförderung.

Dagegen sanken die Geldflüsse bei investitionsorientierten Branchen um 6,8 Prozent, gebremst durch Einbrüche in der Forschung und im Hochbau.

Die staatliche Nachfrage fiel um 8,5 Prozent zurück, primär infolge rückläufiger Transaktionen der öffentlichen Verwaltung.

Scharfe regionale Klüfte im Zahlungsverkehr

Regional zeigten sich bei den bereinigten Zahlungsströmen ohne Rohstoffförderung und Staatsausgaben deutliche Divergenzen.

Während der Zentralbezirk mit plus 5,2 Prozent, der Nordwesten mit plus 4,1 Prozent und der Ferne Osten mit plus 1,5 Prozent zulegten, schrumpften die Volumina im Süden um 12,2 Prozent und in Sibirien um 7,7 Prozent.

Die Zentralbank nutzt diese Zahlungsdaten für operative BIP-Schätzungen und filtert Sondereffekte über ein mathematisches Verfahren zur Bereinigung von Ausreißern.

Konsum trägt, Investitionen erodieren

Die Zahlen offenbaren eine deutliche Schieflage: Konsum und Rohstoffexporte treiben das Wachstum, während die Investitionen spürbar einbrechen.

Der Zuwachs basiert somit auf kurzfristiger Nachfrage statt auf nachhaltiger Kapitalbildung.

Ohne eine Trendwende im Industriesektor bleibt diese Erholung auf tönernen Füßen.

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