Russlands Zahlungsverkehr wächst auf 491,5 Billionen Rubel
Im zweiten Quartal 2026 stieg das Transaktionsvolumen im russischen Zahlungsverkehr um 12,8 Prozent auf 491,5 Billionen Rubel. Gleichzeitig sank der bargeldlose Anteil im Einzelhandel leicht auf 88,4 Prozent, da die Nachfrage nach Bargeld anzog.
B2B-Transaktionen und Schnellzahlsystem treiben das Volumen
Im zweiten Quartal 2026 wurden in Russland insgesamt 32,1 Milliarden Transaktionen im Gesamtwert von 491,5 Billionen Rubel abgewickelt, was einem Plus von 12,8 Prozent beim Volumen entspricht.
Den Haupttreiber bildeten Überweisungen zwischen Unternehmen (B2B), die um 13 Prozent auf 400,4 Billionen Rubel kletterten.
Das Schnellzahlungssystem SBP dominierte bei Privatüberweisungen mit einem Anteil von 55 Prozent aller Transaktionen und verarbeitete insgesamt 5,1 Milliarden Vorgänge im Wert von 29,9 Billionen Rubel.
Parallel dazu sank die Zahl ausgegebener Zahlungskarten erstmals seit Jahren um 4 Prozent auf 525,6 Millionen Stück, primär durch die Ausmusterung inaktiver Auslandskarten.
QR-Codes und Biometrie fordern die klassische Karte heraus
Alternative Bezahlmethoden gewannen weiter an Boden und erreichten einen Anteil von 15,1 Prozent am bargeldlosen Volumen.
Vor allem QR-Codes und biometrische Verfahren verzeichneten einen Zuwachs auf 1,1 Milliarden Transaktionen im Gesamtwert von 1,7 Billionen Rubel.
Bei der Infrastruktur bauten Banken ihren Bestand an Geldautomaten um 1,9 Prozent auf 132.900 Geräte aus, wobei 72 Prozent QR-Funktionen unterstützen.
Im Interbankenverkehr stieg das Volumen auf 1.678 Billionen Rubel, wovon 83 Prozent über die Zentralbank-Infrastruktur abgewickelt wurden.
Monopolisierung statt Marktwettbewerb
Der russische Zahlungsverkehr ist technisch stabilisiert, aber nahezu vollständig verstaatlicht.
Das Schnellzahlsystem verdrängt klassische Karten und zementiert die Abhängigkeit von zentralen Plattformen.
Der erneute Anstieg der Bargeldnutzung signalisiert zudem eine wachsende Vorsicht der Verbraucher.
Quelle: Payment trends in Russia: 2026 Q2 results
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