Pensionsvermögen steigt auf 9,9 Billionen Rubel
Das russische Pensionsvermögen ist im zweiten Quartal 2026 um 2,5 Prozent auf 9,9 Billionen Rubel gestiegen. Treiber des Wachstums waren Zuflüsse in langfristige Sparprogramme und Zinserträge, während die Fonds ihre Staatsanleihebestände verdoppelten.
Run auf das staatliche Sparprogramm
Das Gesamtvolumen der Pensionsmittel in Russland stieg im zweiten Quartal 2026 im Vorjahresvergleich um 14,4 Prozent auf 9,9 Billionen Rubel.
Haupttreiber waren freiwillige Vorsorgeprogramme: Die Sparbeiträge im staatlich geförderten Programm für langfristiges Sparen (PDS) kletterten um 30,6 Prozent zum Vorquartal auf 83,2 Milliarden Rubel.
Die Zahl der PDS-Teilnehmer wuchs binnen dreier Monate um 1,3 Millionen auf 11,6 Millionen Personen, bei insgesamt 13 Millionen abgeschlossenen Verträgen.
Die Pensionsreserven der nichtstaatlichen Pensionsfonds (NPF) legten um 4,2 Prozent auf 3,3 Billionen Rubel zu.
Die obligatorischen Pensionsersparnisse bei den NPF erreichten 3,6 Billionen Rubel, während der staatliche Sozialfonds (SFR) 3,0 Billionen Rubel verwaltete.
Flucht in Staatsanleihen vor Zinswende
Die Pensionsfonds verdoppelten ihre Nettokäufe von Staatsanleihen (OFZ) bei Auktionen.
Der OFZ-Anteil an den Sparportfolios stieg auf 53,4 Prozent, bei den Reserven auf 39,1 Prozent.
Fast zwei Drittel der Zukäufe erfolgten im April vor den Zinssenkungen.
Wegen schwacher Aktienmärkte bauten die NPF ihre Aktienquoten auf 5,4 Prozent ab und reduzierten nach Leitzinssenkungen um 75 Basispunkte auf 14,25 Prozent auch Geldmarkttitel.
Die annualisierte Rendite fiel auf 6,0 Prozent, lag aber über der Inflation von 4,8 Prozent.
Staatliche Umarmung mit Renditerisiko
Die Flucht in Staatsanleihen macht die Pensionskassen zum verlängerten Arm der Staatsfinanzierung.
Zwar sichern feste Kupons Erträge über der Inflation, doch der Kahlschlag bei Aktien bremst das reale Wachstum.
Zieht die Teuerung wieder an, verpuffen die Renditen im Nullsummenspiel.